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Banken und Finanzwelt Glossar
Definitionen und Erklärungen zu den
wichtigsten Begriffen aus der Banken - und Finanzwelt.
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AFG
Abkürzung für das
schweizerische Anlagefondsgesetz.
Das eidgenössische Gesetz über
Anlagefonds wurde am 1. Januar 2007
durch das Kollektivanlagegesetz
ersetzt.
Aktie
Miteigentum an
einem Vermögenswert; Beteiligung am
Aktienkapital einer Gesellschaft.
Aktienfonds
Anlagefonds /
kollektive Kapitalanlage, bei
dem/der das Vermögen zu mindestens
zwei Dritteln in Aktien investiert
ist (Bsp. Länderfonds,
Branchenfonds).
Alpha
Risikobereinigte
Nettorendite, die ein Anlagefonds
erwirtschaftet. Alpha ist ein Mass
für die risikoadjustierte Rendite
und wird auch als Überschussrendite
bezeichnet. Damit soll der
Informationsvorsprung des Managers
gegenüber dem Markt gemessen werden.
Ist Alpha positiv und statistisch
signifikant, so verfügt der Manager
über einen Informationsvorsprung
gegenüber dem Markt. Ein Indexfonds
hat ein Alpha von 0.
Anlagefonds
Ein Anlagefonds wird
definiert als "ein Vermögen, das
aufgrund öffentlicher Werbung von
den Anlegern zur gemeinschaftlichen
Kapitalanlage aufgebracht und von
der Fondsleitung in der Regel nach
dem Grundsatz der Risikoverteilung
für Rechnung der Anleger verwaltet
wird". In den USA werden Anlagefonds
oft als "Mutual Funds" bezeichnet,
in Grossbritannien als "Investment
Funds" oder "Unit Trusts".
Anlagerendite
Gesamter
prozentualer Wertzuwachs eines
Anlagefonds während eines bestimmten
Zeitraums. Er setzt sich aus den
Ausschüttungen und den Kursgewinnen
zusammen. Die Performance über 1, 3
oder 5 Jahre entspricht der
jährlichen durchschnittlichen
Performance während der letzten 12,
36, 60 Monate. Die kumulierte
Rendite entspricht der über mehrere
Jahre erzielten Gesamtrendite der
Anlage. Die bisherige Rendite (seit
Jahresbeginn oder YTD) bezeichnet
die Rendite ab 1. Januar des
laufenden Jahres bis zum Stichtag.
Die vierteljährlichen bzw.
monatlichen Renditen bezeichnen die
in einem Quartal bzw. in einem Monat erzielten Renditen.
Anlagestil
Der Anlagestil
umschreibt die Art und Weise, wie
Anlageentscheide getroffen werden,
nach welchen Grundsätzen die
Performance optimiert und wie mit
den Risiken umgegangen wird.
Anlagewährungen
Währungen, in denen
ein Anlagefonds / eine kollektive
Kapitalanlage Anlagen tätigt. Nicht
zu verwechseln mit der
Rechnungswährung und der
Referenzwährung.
Anlageziel
Definition des
Anlageziels eines Fonds / einer
kollektiven Kapitalanlage.
Beschreibung des Anlageuniversums,
der Titelselektion und der
geografischen bzw. währungsmässigen
Anlageschwerpunkte.
Anteilschein
Nennwertloses
Wertpapierzertifikat, das die
Beteiligung an einem Anlagefonds
verbrieft. Der Anteilschein
verkörpert den Anspruch des
Anteilinhabers gegenüber der
Fondsleitung auf entsprechende
Beteiligung am Fondsvermögen und an
den Erträgen des Fonds.
Asset Allocation
Die strategische
Aufteilung des verfügbaren Kapitals
auf verschiedene Anlageinstrumente:
Aktien, Obligationen und
Geldmarktinstrumente. Die Anlagen
werden anschliessend auf
verschiedene Regionen und Währungen
aufgeteilt.
Aufsichtsbehörde
Staatliche Behörde,
die für die Aufsicht über die
Geschäftstätigkeit der Anlagefonds /
kollektiven Kapitalanlagen zuständig
ist. In der Schweiz wird diese
Funktion von der Eidgenössischen
Bankenkommission (EBK) wahrgenommen.
In Luxemburg fungiert die Commission
de Surveillance du Secteur Financier
(CSSF) als Aufsichtsbehörde über das
Fondsgesetz.
Ausgabespesen
Spesen zugunsten des
Fonds / der kollektiven
Kapitalanlage, die von der
Fondsleitung bei der Ausgabe von
Anteilen beim Anleger erhoben
werden. Diese Spesen decken die
Nebenkosten ab, die dem Anlagefonds
/ der kollektiven Kapitalanlage im
Durchschnitt aus der Anlage des
einbezahlten Betrags erwachsen.
Ausgabepreis
Der Ausgabepreis
entspricht dem Nettoinventarwert der
Anteile, zuzüglich der
Ausgabekommission.
Ausgabekommission
(auch Ausgabeaufschlag)
Kommission, die den
Anlegern beim Kauf von Fondsanteilen
/ kollektiven Kapitalanlagen
berechnet wird.
Ausschüttung
Dividende, die den
Anteilinhabern ausbezahlt wird und
sich aus dem Ertrag und den
Kapitalgewinnen des Anlagefonds
ergibt. Die Höhe der Ausschüttung
wird von der Fondsleitung
festgelegt. Ein Fonds kann entweder
eine Ausschüttung vornehmen
(üblicherweise auf Jahresbasis) oder
die Fondsgewinne reinvestieren
(Kapitalzuwachs).
Bankenerklärung
Gemäss dem
schweizerischen
Verrechnungssteuerrecht besteht für
den ausländischen Anteilinhaber über
eine Bankenerklärung (Affidavit) die
Möglichkeit, bei der Ausschüttung
von schweizerischen Anlagefonds,
deren Erträge zu mindestens 80
Prozent aus ausländischen Quellen
stammen, unter bestimmten
Voraussetzungen die Ausschüttung
brutto, d. h. ohne Abzug der
schweizerischen Verrechnungssteuer,
gutgeschrieben zu erhalten (siehe
auch Steueraspekte bei Anlagefonds.)
Benchmark
Index, der einem
Anlagefonds / einer kollektiven
Kapitalanlage als Vergleichsbasis
für die vom Fonds erzielte
Performance dient. Die Benchmark
dient dazu, die Leistung des
Fondsmanagers vergleichbar zu machen
und neutral zu beurteilen. Siehe
auch Referenzindex.
Blue Chips
Aktien
börsenkotierter Unternehmen mit
erstklassiger Bonität
(Standardwerte), solider
Finanzstruktur, hoher Ertragskraft
und innovativer Produktpalette.
Börsenkommission
Zeichnungen via
Börse werden als Sekundärhandel
bezeichnet. Bei solchen Aufträgen
werden Börsenkommissionen belastet,
die üblicherweise nach
Auftragsgrösse gestaffelt sind.
Börsenkurs
Preis von an der
Börse kotierten oder ausserbörslich
gehandelten Fondsanteilen.
Branchenfonds
Aktienfonds, die
ausschliesslich in Aktien einer
bestimmten Branche investieren (z.
B. Pharmabranche).
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CET/MEZ
Mitteleuropäische
Zeit (GMT + 1 Stunde)
Diversifikation
Die Verteilung der
Anlagen auf verschiedene Wertpapiere
zwecks Risikoreduktion.
Eidgenössische
Bankenkommission (EBK)
Verwaltungsbehörde
des Bundes, welcher die Aufsicht
über die Anlagefonds / kollektiven
Kapitalanlagen übertragen wurde.
Emerging Markets
Fund
Anlagefonds /
kollektive Kapitalanlage, der/die in
Schwellenländern - z. B. Osteuropa,
Asien oder Lateinamerika -
investiert.
Festverzinsliche
Papiere
Schuldverschreibungen wie Anleihen,
Schuldscheine und Pfandbriefe, deren
Coupon während der Laufzeit der
Schuldverschreibung unverändert
(fest) bleibt.
Fondsanbieter
Gesellschaft, die
Anlagefonds / kollektive
Kapitalanlagen auf Rechnung der
Anleger selbständig und in ihrem
Namen verwaltet. Die Fondsleitung
entscheidet über den Kauf und
Verkauf von Anlagen, die
Ausschüttung von Erträgen und die
gesamte Anlagepolitik.
Fondsgebundene
Lebensversicherung
Eine
Lebensversicherungspolice, die dem
Anleger zur Kapitalbildung verhilft,
indem die Versicherungsleistung mit
Fondsanlagen kombiniert wird. Solche
Policen sind in verschiedenen
Währungen erhältlich. Fondsgebundene
Versicherungen erlauben den
Versicherungsnehmern, von der
Performance der gewählten
Anlagefonds zu profitieren. Bei
Ablauf der Police erhält der Kunde
den Gegenwert der Fondsanteile in
der Policenwährung ausbezahlt. Bei
Tod vor Ablauf der Police wird das
garantierte Todesfallkapital an die
Begünstigten ausbezahlt. Übersteigt
der Wert der Fondsanteile das
garantierte Todesfallkapital, wird
deren Gegenwert ausbezahlt. CS Life
bietet mit dem LifeFund ein
steuergünstiges, massgeschneidertes
Produkt an, bei dem aus über achtzig
Anlagefonds ausgewählt werden kann.
Fondsleitung
(Verwaltungsgesellschaft)
Gesellschaft, die
Anlagefonds auf Rechnung der Anleger
selbständig und in ihrem eigenen
Namen verwaltet. Die Fondsleitung
entscheidet über den Kauf und
Verkauf von Anlagen, die
Ausschüttung von Erträgen und die
gesamte Anlagepolitik. Sie ist auch
für die Fondsbuchhaltung zuständig
und veröffentlicht periodisch
Jahres- und Halbjahresberichte.
Fondsmanager
Spezialist, der für
die täglichen Entscheidungen über
die Anlage der verwalteten Gelder
verantwortlich ist.
Fondsreglement
Das Fondsreglement
bildet die Grundlage für die
Geschäftstätigkeit des Anlagefonds
und regelt die Rechte und Pflichten
der Vertragsparteien (Fondsleitung,
Depotbank, Anleger). Es enthält u.
a. detaillierte Angaben zur
Anlagepolitik und Gebührenstruktur
des Fonds sowie zur
Bewertungspolitik des
Fondsvermögens. Das Fondsreglement
sowie spätere Änderungen des
Reglements müssen von der
Aufsichtsbehörde offiziell genehmigt
werden und können von der
Fondsleitung nicht einseitig in
Kraft gesetzt werden. Siehe auch
Verkaufsprospekt.
Fondswechsel
Verkauf von
Fondsanteilen bei gleichzeitigem
Kauf von Anteilen eines anderen
Anlagefonds. Beim Wechsel zwischen
verschiedenen Credit Suisse
Anlagefonds wird im Normalfall eine
reduzierte Ausgabekommission
erhoben.
Fondswechselgebühr
Bei einem
Fondswechsel kommt bei der
Ausgabekommission ein Rabatt von 30
Prozent zur Anwendung.
Fund Lab
Nicht-technischer
Begriff, der sich ausschliesslich
auf den eingetragenen Namen dieses
Produkts bezieht. Der Name leitet
sich ab vom Konzept eines Labors, in
dem verschiedene Elemente (in diesem
Fall Kriterien) sich mit Blick auf
unterschiedliche Ergebnisse
kombinieren lassen.
Geldmarkt
Markt, auf dem
Wirtschaftsobjekte Gelder anlegen
oder aufnehmen können (Laufzeiten
von einem Tag bis zu einem Jahr).
Geldmarktfonds
Anlagefonds für
Anlagen in kurzfristigen
Geldmarktpapieren sowie Anleihen mit
kurzer Restlaufzeit wie z. B.
Treasury Bills, Banker's
Acceptances, Commercial Papers.
GMT
Greenwich Mean Time
(Grossbritannien)
Halbjahresbericht/Jahresbericht
Die
Fondsgesellschaft muss über jeden
Fonds alljährlich zwei Berichte
veröffentlichen: einen Halbjahres-
und einen Jahresbericht. Über den
Umfang dieser laufenden
Berichterstattung zugunsten der
Anleger bestehen klare gesetzliche
Vorschriften. Jahresberichte müssen
beispielsweise genaue Angaben
enthalten über Vermögens- und
Erfolgsrechnung, Verwendung des
Erfolgs, Zahl der zurückgenommenen
und neu ausgegebenen Anteilscheine,
Schlussbestand der ausgegebenen
Anteile, Inventarwert eines Anteils
am letzten Tag des Rechnungsjahres,
Bericht der Revisionsstelle usw. Der
Jahresbericht ist innerhalb von vier
Monaten nach Abschluss des
Geschäftsjahres zu veröffentlichen,
der Halbjahresbericht innerhalb von
zwei Monaten.
Hedge Fund
Anlagefonds, der
häufig nicht konventionelle
Anlagetechniken und -strategien
verfolgt durch Einsatz von
Derivaten, Leerverkäufen und
Kreditaufnahmen und der damit eine
Hebelwirkung erreicht. Die
eingegangenen Risiken können dadurch
beträchtlich sein. Ein Hedge-Fonds
eignet sich in vielen Fällen
aufgrund seiner geringen Korrelation
mit traditionellen Anlagen als
hervorragendes
Diversifikationsmedium.
Immobilienfonds
Anlagefonds, der in
Liegenschaften und Grundstücke nach
dem Prinzip der geografischen und
objektmässigen Risikostreuung
investiert.
Indexfonds
Anlagefonds, die in
ihrer Titelselektion und Gewichtung
die Struktur eines Index
nachzubilden versuchen. Das hat zur
Folge, dass der in diesen Fonds
investierte Anleger ein
unmittelbares Abbild des dem Index
zugrunde liegenden Marktes oder
Marktsegments erwirbt. Die
Wertentwicklung des Indexfonds
(Performance) stimmt dementsprechend
weitgehend überein mit derjenigen
des Vergleichsindex. Indexfonds sind
wie alle anderen Fonds dem
Schweizerischen Anlagefondsgesetz
(AFG) unterstellt und werden von der
Eidgenössischen Bankenkommission
(EBK) beaufsichtigt. Siehe auch
Credit Suisse IndexMatch-Fonds.
Kapitalgewinn
Positive Differenz
zwischen dem Verkaufs- und dem
Kaufpreis einer Anlage.
KAG
Abkürzung für das
schweizerische
Kollektivanlagegesetz. Das derzeit
gültige eidgenössische Gesetz über
kollektive Kapitalanlagen wurde am
23. Juni 2006 verabschiedet und trat
am 1. Januar 2007 in Kraft.
KKV
Abkürzung für die
schweizerische
Kollektivanlageverordnung. Die
derzeit gültige eidgenössische
Verordnung über kollektive
Kapitalanlagen trat am 1. Januar
2007 in Kraft.
Kollektive
Kapitalanlage
Art. 7 KAG definiert
die kollektiven Kapitalanlagen wie
folgt: Es sind Vermögen, die von
Anlegerinnen und Anlegern zur
gemeinschaftlichen Kapitalanlage
aufgebracht und für deren Rechnung
verwaltet werden. Die
Anlagebedürfnisse der Anlegerinnen
und Anleger werden in gleichmässiger
Weise befriedigt.
Kotierung
Die offizielle
Genehmigung für den Handel eines
Wertpapiers an der Börse. Folgende
Credit Suisse Anlagefonds sind an
der Elektronischen Börse Schweiz
(EBS) kotiert: Interswiss,
Schweizerischer
Immobilienanlagefonds Siat,
Schweizerischer
Immobilienanlagefonds Siat 63 und
Swissimmobil Serie D.
Management Fee
Siehe
Verwaltungskommission.
Maximaler Verlust
Tiefste erzielte
Rendite in Prozent innerhalb eines
betrachteten Zeitraums.
Maximaler Gewinn
Höchste erzielte
Rendite innerhalb eines betrachteten
Zeitraums.
Mindestauftragsgrösse
Mindestanzahl an
Fondsanteilen, die vom Anleger für
eine Beteiligung am Anlagefonds
vorausgesetzt werden.
Nebenwerte (Small
Caps)
Aktien von kleinen
und mittelgrossen Gesellschaften.
Nettoinventarwert
(Net Asset Value)
Der
Nettoinventarwert eines Fondsanteils
entspricht dem Verkehrswert des
Fonds an einem bestimmten Stichtag,
vermindert um die Verpflichtungen
und geteilt durch die Anzahl
ausstehender Anteilscheine. Der
Nettoinventarwert wird in der Regel
täglich berechnet und publiziert
(Ausnahme: Immobilienfonds).
Obligation
Eine von einer
privaten Gesellschaft oder einer
öffentlich-rechtlichen Körperschaft
ausgegebene Schuldverschreibung. Der
Schuldner verpflichtet sich, den
investierten Betrag bei Fälligkeit
vollständig zurückzuzahlen und
periodisch einen im Voraus
festgelegten Zins zu bezahlen.
Obligationenfonds
Anlagefonds, der
gemäss Fondsreglement überwiegend in
festverzinslichen Wertpapieren
investiert.
Performance
Siehe Anlagerendite.
Performance-Gebühr
Gebühr, die
entsprechend der Performance des
Fonds variiert. Die Performance Fee
ist direkt proportional zur
Fondsrendite und bildet somit für
den Fondsmanager einen Anreiz.
Portfolio-Fonds
(Anlagezielfonds,
Anlagestrategiefonds, Balanced Fund)
Anlagefonds, der in
mehrere unterschiedliche
Anlageinstrumente investiert.
Hinsichtlich der Asset Allocation
richten sich diese Instrumente
häufig nach der Anlagestrategie der
entsprechenden Bank.
Quellensteuer
Unmittelbar an der
Quelle erhobene Steuer. Die
schweizerische Verrechnungssteuer
von 35 Prozent auf Kapitalerträge
ist ein Beispiel für diese
Steuerart.
Real Estate Fund
Siehe
Immobilienfonds.
Reinvestition
Siehe
Wiederanlagerabatt.
Risiko
In der
Finanzmarkttheorie wird das Risiko
einer Anlage an den
Ertragsschwankungen gemessen
(Streuung der Renditen um deren
Mittelwert). Risiko und Rendite
stehen theoretisch in einem direkten
Zusammenhang: Je höher das
eingegangene Risiko ist, desto
grösser sollte längerfristig der
Ertrag der entsprechenden Anlage
ausfallen.
Rückgaberecht
Fondsanteile können
grundsätzlich täglich zum aktuellen
Nettoinventarwert an die
Fondsleitung zurückgegeben werden.
Die einzige Ausnahme betrifft
Immobilienfonds: Gemäss Artikel 41
AFG können die Inhaber von Anteilen
schweizerischer Immobilienfonds ihre
Anteile nur auf das Ende des
Geschäftsjahres nach Einhaltung
einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist
zurückgeben. Da unsere
Immobilienfonds schweizerischen
Rechts an der Börse kotiert sind,
hat der Anleger die Möglichkeit, die
Anteile täglich zum aktuellen
Börsenkurs zu verkaufen.
Rücknahmekommission
Kommission, die der
Anleger zum Zeitpunkt des Verkaufs
seiner Fondsanteile zu entrichten
hat.
SICAV
Société
d'investissement à capital variable.
Anlagefonds in Form einer
Aktiengesellschaft mit variablem
Kapital und eigener
Rechtspersönlichkeit. Die Anleger
sind Aktionäre der Gesellschaft.
Standardabweichung
Standardabweichung
oder Volatilität ist eine Kennzahl
für das mit dem Anlagefonds
verbundene Risiko. Je höher die
Standardabweichung, desto höher ist
das dem Anlagefonds inhärente
Risiko.
Thesaurierungsfonds
Thesaurierende Fonds
legen ihre Erträge kontinuierlich
wieder an. Die Erträge werden daher
nie ausgeschüttet, spiegeln sich
aber im Zuwachs des Fondsvermögens
wider. (Gegensatz:
Ausschüttungsfonds)
Total Expense
Ratio (TER)
Die bei der
Verwaltung der Fonds angefallenen
Kommissionen und Kosten sind in der
international unter dem Begriff
Total Expense Ratio (TER) bekannten
Kennziffer offenzulegen. Diese
Kennziffer drückt die Gesamtheit
aller Kommissionen und Kosten
(Betriebsaufwand) retrospektiv in
einem Prozentsatz des Fondsvermögens
aus.
Tracking Error
Mass für die
Abweichung der Fondsrendite zur
Rendite der Benchmark über einen
bestimmten Beobachtungszeitraum.
Ausgedrückt in Prozent. Der Tracking
Error ist umso kleiner, je passiver
der Anlagefonds verwaltet wird.
Übrige Fonds
Anlagefonds, die
auch dem Anlagefondsgesetz (AFG)
unterstellt sind, aber weder der
Kategorie Effektenfonds noch der
Kategorie Immobilienfonds angehören.
Ihre Anlagemöglichkeiten sind nicht
so stark eingeschränkt wie bei
Effektenfonds (begrenzte
Risikoverteilung).
Valuta-Tage
Zeitspanne zwischen
dem Handelstag (Berechnung
Nettoinventarwert) und der Belastung
beziehungsweise Gutschrift des
Transaktionsbetrags auf dem
entsprechenden Kundenkonto.
Verkaufskommission
Gebühr, die der
Anleger zum Zeitpunkt des Kaufs der
Fondsanteile zu entrichten hat.
Vertriebszulassung
Land, in dem der
Fonds die Genehmigung der
staatlichen Finanzbehörden zum
öffentlichen Vertrieb (d. h. Werbung
für diesen Fonds ist zulässig)
erhalten hat.
Vermögensaufteilung
Aufteilung des
verfügbaren Kapitals auf
verschiedene Anlageinstrumente wie
Aktien, Obligationen und
Geldmarktinstrumente, Rohstoffe und
Edelmetalle.
Verwaltungsgebühr
Jährliches Entgeld
an die Fondsleitung für die
Verwaltung des Anlagefonds. Die
Verwaltungskommission wird in
Prozent des Fondsvermögens
ausgedrückt.
Volatilität
Siehe
Standardabweichung.
YTD (year to date)
Seit Jahresbeginn.
Akronym für year to date, das im
Zusammenhang mit einer
detaillierteren Darlegung der
Performance gebraucht wird. YTD
bezieht sich auf die Performance
seit Beginn des laufenden Jahres.
Der Beobachtungszeitraum ist daher
veränderlich.
A
nach oben
Absicherung
Anwendung einer Strategie zum Schutz eines Portfolios oder
geplanter Investitionen gegen nachteilige Preisänderungen.
Additional Margin
Die Additional Margin dient dazu, die zusätzlich anfallenden
Glattstellungskosten abzudecken. Diese potenziellen
Glattstellungskosten würden dann entstehen, wenn — ausgehend
vom aktuellen Marktwert des Portfolios — innerhalb von 24
Stunden die angenommene ungünstige Preisentwicklung (so
genannter "Worst-Case-Loss") eintreten würde. Dies wird bei
Optionen und Non-Spread-Future-Positionen angewandt.
Amerikanische Option
Eine Option, die an jedem Börsentag vor Verfall ausgeübt
werden kann.
Arbitrage
Gezielte Ausnutzung von Preis-, Kurs- oder Zinsdifferenzen
eines Wirtschaftsgutes (Aktien, Anleihen, Devisen, Rohstoffe,
Optionen) an verschiedenen Börsenplätzen zu einem bestimmten
Zeitpunkt. In der Theorie ist die Arbitrage ohne Risiko,
also ein risikoloser Gewinn.
At-the-Money
Eine Option, deren Ausübungspreis etwa dem aktuellen Kurs
des Basiswertes entspricht.
Ausübung
Erklärung eines Optionsinhabers, dass er die Basiswerte zu
den im Optionskontrakt bestimmten Bedingung kaufen oder
verkaufen möchte.
Ausübungspreis
Der Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung einer Option
bezogen oder geliefert wird.
B
nach oben
Schweizer Bankengruppen
Barausgleich
Die Abrechnung eines Kontraktes erfolgt durch Zahlung oder
Empfang des Barbetrages anstelle der physischen Lieferung
des Basiswertes. Im Falle eines Optionskontraktes wird der
Barausgleich durch die Differenz zwischen dem Ausübungspreis
der Option und dem Schlussabrechnungspreis des Basiswertes
bestimmt. Im Falle eines Financial-Future-Kontraktes wird er
Barausgleich durch die Differenz zwischen dem
Schlussabrechnungspreis und dem täglichen Abrechnungspreis
des Kontraktes am Vortag bestimmt.
Basis
Differenz zwischen dem Basiswertkurs und dem Future-Preis.
Basiswert
Ein Titel, ein Index oder ein anderes Finanzinstrument, auf
den/das sich ein Options- oder Future-Kontrakt bezieht.
Beta
Mit dem Betafaktor wird die Sensibilität einer Aktie oder
eines Portfolios gegen über der Entwicklung des gesamten
Marktes ausgedrückt.
C
nach oben
Call
Ein Optionskontrakt, der den Käufer berechtigt, eine
bestimmte Anzahl des Basiswertes zu einem festgelegten Preis
an oder bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen (physische
Lieferung). Der Anspruch auf physische Lieferung kann durch
einen Barausgleich ersetzt werden (Aktienindex-Derivate).
CFTC
Die "Commodity Futures Trading Commission" ist eine US
Behörde, die Anleger vor Betrug und Manipulation im
Derivatemarkt schützt.
Commodity Trading Advisor
Manager, der sich auf Finanz- oder Rohstoff-Terminmärkte
spezialisiert.
Conversion
Schaffung einer synthetischen Short-Future-Positionen durch
das Schreiben von Calls oder den Kauf von Puts mit gleichem
Ausübungspreis und gleichem Verfall bei gleichzeitigem
Eingehen einer "echten" Long-Future-Position (Gegenteil des
Reversal).
Convertible Arbitrage
Convertible Arbitrage nutzt das Preisverhältnis zwischen
einer Wandelanleihe und der ihr zu Grunde liegenden Aktie
aus. Wandelanleihen (sog. Convertible Bonds) sind
typischerweise Unternehmensanleihen, die dem Inhaber das
Recht gewähren, jederzeit vor dem Ende der Laufzeit die
Anleihe in eine durch dasUmwandlungsverhältnis bestimmte
Anzahl von Aktien des Emittenten zu wandeln.
Arbitragegewinne können dadurch erzielt werden, dass
Preisunterschiede zwischen den Wandelanleihen und dem zu
Grunde liegenden Wertpapier genutzt werden. Dies geschieht
durch quantitative Modelle.
D
nach oben
DAX
Der Deutsche Aktienindex DAX besteht aus 30 deutschen
Standardwerten, die nach den Kriterien Börsenumsatz,
Börsenkapitalisierung und Anerkennung des deutschen
Übernahmekodex in den Indexaufgenommen werden. Beim DAX
handelt es sich um einen Performance Index, das heißt, bei
der Berechnung wird von einer hypothetischen Reinvestition
von Dividenden ausgegangen.
Dedicated Short Bias
Diese Strategie ist eine spezielle Variante von Long-Short
Equity, bei der die Manager eine Netto-Short Position im
Markt aufrechterhalten. Short Biased Manager gehen meistens
in Aktien oder Derivaten Short-Positionen ein, bei denen mit
einem Kursrückgang gerechnet wird, z. B. auf Grund von
wesentlichen Mängeln im Geschäftsprojekt des Unternehmens,
schlechtem Management oder veraltetem Produktprogramm. Die
Short-Ausrichtung des Portfolios eines solchen Managers muss
permanent größer als null sein, um unter diese Kategorie zu
fallen.
Delta
Der Betrag, um den sich der Optionspreis ändert, falls sich
der Basiswert um eine Einheit verändert.
Derivat
Terminkontrakte beziehen sich stets auf einen Basiswert, von
dem sie abgeleitet sind. Daher spricht man von Derivaten.
Discretionary
Der Manager vertraut bei dieser Strategie ausschließlich auf
seine Erfahrung .Immer wieder findet sich aber auch eine
Mischung des systematischen mit dem diskretionären Stils:
Ein automatisches Handelssystem triff eine gewisse
Vorentscheidung, der Manager selektiert die Orders, ändert
oder stoppt sie auf Grund seiner Erfahrung und Kenntnisse.
Distressed Securities
Distressed Securities Manager investieren in Wertpapiere von
Unternehmen, die Insolvenzschutz beantragt haben oder
versuchen, Insolvenz dadurch zu vermeiden, dass sie mit
ihren Gläubigern über eine außergerichtliche
Umstrukturierung verhandeln. Die Kurse solcher Wertpapiere
sind oft falsch bewertet, weil viele traditionelle Käufer
derartige Wertpapiere von in Not geratenen Firmen verkaufen.
Deshalb können diese Wertpapiere häufig mit einem größeren
Abschlag erworben werden, als dies unter Berücksichtigung
des "fairen Werts" dieser Wertpapiere sein sollte.
Dow Jones Global Titans 50-Index
Zu dem Dow Jones Global Titans 50-Index gehören die nach
Marktkapitalisierung gewichteten 50 größten börsennotierten
Unternehmen der Welt:
Dow Jones STOXX-Index
Dow Jones STOXX 50 und Dow Jones EURO STOXX 50 sind die
Bluechips-Indizes der STOXX-Familie. Sie erfassen die 50
größtkapitalisierten Unternehmen der gesamteuropäischen
Länder (16) beziehungsweise der Euroländer (10). Die Dow
Jones STOXX-Indizes sind kapitalisierungsgewichtet. Die
Marktkapitalisierung wird durch die Anzahl aller Aktien
einer Aktiengattung bestimmt. Das maximale Gewicht eines
Titels in einem Bluechips-Index ist auf zehn Prozent des
gesamten Marktkapitalisierung des Index begrenzt. Daher kann
die für die Indexberechnung verwendete Anzahl Aktien einer
Gesellschaft zwischen Bluechips-Indizes und den anderen
Indizes unterschiedlich sein.
Drawdown
Verlustphase, die innerhalb eines Programms entstehen kann.
Dieser kann sich unter umständen auch über mehere Monate
hinwegziehen.
Due Diligence
Engl.: gebührende Sorgfalt. Darunter ist im
Wertpapiergeschäft eine Überprüfung der Ertrags- und
Geschäftslage sowie der vergangenen Jahresabschlüsse des
betreffenden Emittenten durch die Bank zu verstehen.
E
nach oben
Equity Market Neutral
Diese Strategie beinhaltet die Konstruktion von Portfolios,
die zu gleichen Teilen Long- und Short-Aktienpositionen
eingehen. Aktien, von denen der Fondsmanager glaubt, dass
sie besser als der Markt abschneiden, werden gekauft
(Long-Position) und solche, von denen er glaubt, dass sie
schlechter als der Markt abschneiden, werden leer verkauft
(Short-Position). Durch das Gleichgewicht von Long- und
Short-Positionen wird das gesamte Portfolio vor
systematischen Ereignissen geschützt, die die Bewertung des
Marktes als ganzes beeinflussen. Der Equity Market Neutral
Ansatz baut darauf auf, ausgeglichene Ergebnisse mit
moderater Volatilität in einer großen Bandbreite von
Marktbedingungen zu erzielen.
Europäische Option
Eine Option, die erst am letzten Handelstag ausgeübt werden
kann.
Event Driven
Event Driven Hedge-Fonds nutzen Preisanomalien, die mit
Kapitalmarkttransaktionen einhergehen. Solche Transaktionen
können Fusionen, Unternehmensübernahmen, Abspaltungen,
Aktienemissionen, Umstrukturierungen, Insolvenzen,
Aktienrückkäufe, Sonderdividenden und sonstige signifikante
Marktereignisse sein.
F
nach oben
Financial-Future-Kontrakt
Ein standardisierter Kontrakt, der Lieferung oder Übernahme
einer festgelegten Menge eines Finanzinstrumentes zu einem
festgesetzten Preis an einem zukünftigen Zeitpunkt
beinhaltet.
Finnish Stock-Index (HEX25)
Der Finnish Stock-Index ist ein kapitalisierungsgewichteter
Preisindex. Er wird fortlaufend aus den 25 meistgehandelten
Aktien der Helsinki Exchanges berechnet.
Fixed Income Arbitrage
Die Aufgabe von Fixed Income Arbitrage Managern ist es,
Trading-Möglichkeiten im sog. "Fixed Income"
(festverzinsliche Wertpapiere) Bereich sowie bei Derivaten
auszunutzen, die typischerweise zwei aufeinander bezogene
Finanzinstrumente beinhalten, bei denen eines der
Instrumente relativ "teuer" oder "billig" im Verhältnis zum
anderen ist. Weil diese Strategie marktneutral im Verhältnis
zu den Zinsmärkten ist, ergeben sich die meisten
Möglichkeiten in Form von Handelsspannen zwischen Preisen,
Erträgen, Volatilitäten usw.
Future-Spread-Margin
Diese Margin ist zu hinterlegen, um die Risiken eines
maximalen zu erwartenden Verlustes einer Spread Position
innerhalb von 24 Stunden zu decken.
Futures
Futures sind derivative Finanzinstrumente. Futures sind
standardisierte , börsenmäßige gehandelte Terminkontrakte
mit Vertraglichen Verpflichtungen, eine bestimmte Menge
eines Basiswertes, zu einem bei Vertargsabschluss
festgelegten Preis, zu einem bei Vertragsabschluss
vereinbarten Zeitpunkt zu liefern (short) oder abzunehmen
(long)
Fälligkeitsdatum
Zeitpunkt, an dem die im Financial-Future-Kontrakt
definierten Verpflichtungen erfüllt werden müssen
(Lieferung, Barausgleich).
G
nach oben
Gewinnbeteiligung
Siehe Performance Fee
Glattstellung
Das Schließen einer offenen Options- oder Future-Position
durch ein Gegengeschäft wird als Glattstellung (closing
transaction) bezeichnet.
Global Macro
Global Macro Hedge Fonds beschreiten einen makroökonomischen
Ansatz, der eine globale Basis in die Investmentstrategie
mit einbezieht. Es sind sog. Top-Down Manager, die in
opportunistischer Weise in Finanzmärkte, Währungen, Länder
und Terminmärkte investieren. Global Macro Manager haben
daher das breiteste Investmentspektrum.
H
nach oben
Hebelwirkung
Im Verhältnis zum investierten Kapital ist die prozentuale
Veränderung der Preise bei Options- und Future-Kontrakten
größer als die entsprechende Veränderung des Basiswertes.
Dieses erhöhte Gewinn- und Verlustpotenzial wird mit dem
Begriff Hebelwirkung beschrieben.
High-Watermark-Prinzip
Eine Performance fee wird bei Anwendung diese Prinzips erst
dann fällig, wenn sich die Wertentwicklung positiv
gestaltet, also ein bereits zurückliegender Höchststand bzw.
ein bestimmter festgelegter Performance-Stand wieder
überschritten wird.
I
nach oben
Implizierte Volatilität
Die in einem Optionspreis reflektierte Volatilität.
In-the-money
Eine Call-Option, bei der der Kurs über dem Ausübungspreis
liegt, ode reine Put-Option, bei der der Kurs des
Basiswertes unter dem Ausübungspreis liegt.
Innerer Wert
Der innere Wert einer Option entspricht der Differenz
zwischen dem aktuellen Kassakurs und dem Ausübungspreis der
Option, sofern diese einen Preisvorteil für den Käufer
bedeutet. Der innere Wert ist immer größer oder gleich null.
J
nach oben
K
nach oben
Korrelation
Kennziffer für die Koppelungsintensität zweier Strategien
oder Benchmarks. Eine perfekte Korrelation wird durch die
Zahl 1,00 ausgedrückt, eine vollständige negative
Korrelation durch die Zahl -1,00.
Korrelationskoeffizient
Der Korrelationskoeffizient misst den Gleichlauf zwischen
zwei Finanzinstrumenten. Gezielt eingesetzt, kann er das
Marktrisiko eines Instruments reduzieren, indem diesem
entweder ein negativ korrelierendes Wertpapier oder eine
gegenläufige Position eines positiv korrelierten Instruments
gegenübergestellt wird.
L
nach oben
Long-Position
Offene Käuferposition in einem Terminkontrakt.
Long-Short Equity
Die Long-Short Equity Strategie wird häufig als die
"klassische" Hedge Fonds Strategie bezeichnet. Es handelt
sich um eine direktionale Strategie, die in beide Richtungen
des Aktienmarktes, nämlich auf steigende und fallende Kurse,
spekuliert. Es wird eine Reihe verschiedener Ansätze zur
Identifizierung und Ausnutzung von unter- oder
überbewerteten Aktien verwendet. Die Fonds können von Value-
zu Wachstumswerten, von Aktien mit kleiner über mittlerer
bis zu großer Marktkapitalisierung und von einer Netto-Long
Position zu einer Netto-Short Position wechseln. Sie können
außerdem Terminkontrakte und Optionen zur Absicherung
nutzen. Spezialisierungen auf bestimmte Regionen,
Börsenkapitalisierung und Sektoren sind möglich.
M
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Managed Futures
Die Managed Futures Strategie umfasst eine Reihe von
Strategien, die auf den Warenterminmärkten oder
Finanzterminmärkten umgesetzt werden. Es werden
Bewertungsineffizienzen auf diesen Märkten durch die
Verwendung statistischer oder diskretionärer Modelle
ermittelt und genutzt. Diese Strategien können sich den Kauf
oder Verkauf von Futures mit verschiedenen Laufzeiten
bezogen auf dieselben Titel zu Nutze machen. Sie können z.
B. eine Ertragskurvenbandbreite in Zinstiteln erzeugen oder
eine Bandbreite zwischen verschiedenen korrelierten
Terminkontrakten (z. B. bei verwandten Ölderivaten) und
"Arbitrage Credit Spreads" (z. B. dem "TED" Spread). Andere
Manager favorisieren direktionale Trendfolgemodelle über
eine Vielzahl von Halteperioden und Märkten, während wieder
andere auf trendlosen Modellen basierend auf der klassischen
ökonometrischen Theorie aufbauen und so stark dem typischen
Macro Hedge Fonds ähneln.
Management Fee
Die Management Fee oder Verwaltungsgebühr genannt, wird
Anteilsinhabern direkt belastet, Der CTA stellt sie dem
Kunden für die Verwaltung und das Management in Rechnung.
Margin (Additional Margin, Premium Margin,
Future-Spread-Margin)
Sicherheitsleistung, die als Deckung für die
Kontrakterfüllung hinterlegt werden muss.
Margin to Equity
Zeigt an wie viel Prozent der Anlagesummer im Durchschnitt
als Margin hinterlegt werden.
Market Timing
Im Falle des Market Timing wird das Kapital zwischen den
Aktien- und den Zinsmärkten hin und her bewegt. Befindet
sich der Aktienmarkt in einem Aufwärtstrend, wird das
Kapital vom Zinsmarkt in den Aktienmarkt transferiert.
Befindet er sich in einem Abwärtstrend, wird das Kapital
wieder in den Zinsmarkt transferiert.
Markt-to-Market
Tägliche Neubewertung von Positionen in Financial-Futures
und Optionen auf Futures nach Börsenschluss zur Berechnung
der täglichen Gewinne oder Verluste.
N
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Nettoperformance
Performance nach Abzug aller Verwaltungsgebühren,
Gewinnbeteiligung und Transaktionskosten
NFA
Die National Futures Association ist eine unabhängige
Regulierungsbehörde, die die Integrität des Derivatemarkts
gewährleistet.
Für jeden, der für Kunden an US-Börse tätigt ist, ist es
erforderlicht sich bei der CFTC zu registrieren zu lassen
und Mitglied bei der NFA zu sein.
Non-Spread-Future-Position
Long- oder Short-Positionen, die nach der Subtraktion
gegenläufiger Positionen mit unterschiedlicher Restlaufzeit
übrig bleiben und für die Additional Margin hinterlegt
werden muss.
O
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Opportunistic
Opportunistische Strategien unterscheiden sich von den
bereits beschriebenen Strategien lediglich auf Grund ihrer
höheren Volatilität und Marktabhängigkeit.
Option
Das Recht, eine bestimmte Anzahl eines bestimmten
Basiswertes zu einem festgelegten Preis an oder bis zu einem
bestimmten Datum zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
Optionen
Optionen sind derivative Finanzinstrumente. Optionen sind
standardisierte, börsenmäßige gehandelte Vereinbarungen, die
dem Käufer das Recht, aber nicht die Verpflichtung geben,
eine bestimmte Menge eines Basiswertes, innerhalb eines
festgelegten Zeitraums, zu einem bei Vertragsabschluss
festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder verkaufen (Put)
Optionspreis
Der für das Optionsrecht bezahlte Preis.
Out-of-the-money
Eine Call-Option, bei der der Kurs des Basiswertes niedriger
ist als der Ausübungspreis, oder eine Put-Option, bei der
der Kurs des Basiswertes über dem Ausübungspreis liegt.
P
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Performance Fee
Erfolgsabhängige Managementgebühr, die bei erreichen eines
positiven Returns am Monatsende direkt verrechnet wird. Sie
kann auch mit einer High-Watermark Klausel ausgestattet
sein.
Premium-Margin
Die Premium-Margin ist vom Stillhalter zu hinterlegen. Sie
bleibt bis Ausübung oder Verfall bestehen. Sie deckt die
Kosten einer Glattstellung des Stillhalters zum
Abrechnungspreis ab. Die Premium-Margin wird ständig
angepasst. Der Optionskäufer braucht keine Margin zu
hinterlegen, da er mit der Zahlung zu hinterlegen, da er mit
der Zahlung der Optionsprämie ein Recht erworben hat, aber
keine Verpflichtung eingegangen ist. Sein maximales Risiko
besteht darin, dass der Kontrakt wertlos verfällt und ist
somit auf die Optionsprämie begrenzt.
Put
Ein Optionskontrakt, der den Käufer berechtigt, eine
bestimmte Anzahl Basiswerte zu einem festgelegten Preis an
oder bis zu einem bestimmten Datum zu verkaufen (physische
Lieferung). Der Anspruch einen physischen Titel zu liefern,
kann durch einen Barausgleich ersetzt werden
(Aktienindex-Derivate).
Q
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R
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Relative Value Strategien
Hier wird durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf zweier
Wertpapiere in sog. Spread Trades investiert, wenn das
ökonomische Verhältnis zwischen den zwei Wertpapieren
("spread") nach Ansicht des Fondsmanagers vom Markt falsch
bewertet wird. In solchen Fällen kauft der Manager das
Wertpapier, das "billig" ist und verkauft dasjenige, das
"teuer" ist.
Reversal
Schaffung eines synthetischen Long-Future-Position durch den
Kauf von Calls und das Schreiben von Puts mit gleichen
Ausübungspreisen und gleichem Verfall bei gleichzeitigem
Eingehen einer "echten" Short-Future-Position (Gegenteil der
Conversation).
Risk (Merger) Arbitrage
Fonds, die die Risk (Merger) Arbitrage Strategie anwenden,
investieren in Gesellschaften, die übernommen oder
verschmolzen werden sollen. Normalerweise werden dabei die
Aktien der Gesellschaft, die übernommen werden soll, gekauft
und die Aktien der übernehmenden Gesellschaft (leer)
verkauft. Das daraus resultierende Portfolio ist somit
gegenüber Risiken des Gesamtmarkts neutral, ähnlich wie bei
marktneutralen Aktienportfolios.
Round-Turn Fee
Gebühren, die für die Abwicklung eines Future-Geschäftes an
den Broker zu zahlen sind.
RT/Year/Million
Zeigt an wie viele Roundturns das Programm im Jahr auf Basis
von einer Millionen Anlagesumme im Durchschnitt tätigt.
S
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Sharpe-Ratio
Die Sharpe Ratio misst das Verhältnis zwischen Risiko und
Rendite des Investments. Dabei wird der Rendite mit einem
Risikolosenzinssatz subtrahiert und durch die
Standardabweichung dividiert. Je höher die Sharpe Ratio
desto besser das Risiko/Rendite Verhältnis.
Short Selling
Bei einem Leerverkauf (short sale) werden grundsätzlich
Finanzinstrumente verkauft, die sich zum Zeitpunkt des
Verkaufs nicht im Eigentum des Verkäufers befinden.
Unterschieden wird zwischen Leerverkäufen solcher
Wertpapiere oder anderer Finanzmarktinstrumente, die sich
der Verkäufer zuvor durch ein Wertpapierdarlehens verschafft
und solchen, denen keine "Aktienleihe" vorausgeht
(sogenannte Naked Shorts). Leerverkäufe ermöglichen es, auf
fallende Kurse zu spekulieren. Ferner ist es möglich, mit
dem eingesetzten Kapital überproportional an
Kursschwankungen zu partizipieren, also eine Hebelwirkung zu
erzeugen. Übersteigt der Kursrückgang die Transaktionskosten
und die "Leihkosten" für die Wertpapiere, werden Gewinne
erzielt.
Short-Position
Offene Verkäuferposition in einem Terminkontrakt.
Spread-Position
Im Falle eines Optionsgeschäftes gleichzeitiger Kauf und
Verkauf von Optionskontrakten mit unterschiedlichen
Ausübungspreisen und/oder verschiedenen Verfalldaten. Im
Fall eines Financial Future gleichzeitiger Kauf und Verkauf
von Future-Kontrakten mit unterschiedlichen Fälligkeitsdaten
oder Basiswerten.
Standardabweichung (Standard Deviation)
Andere Bezeichnung für Volatilität
Stillhalter
Gegenpartei des Optionskäufers, der sich zur Lieferung
(Call) beziehungsweise zur Abnahme (Put) des Basiswertes im
Falle einer Ausübung verpflichtet und dafür den Optionspreis
erhält.
Straddle
Long- oder Short Position mit der gleichen Anzahl von Calls
und Puts des gleichen Basiswertes mit den gleichen
Ausübungspreise und den gleichen Ausübungspreisen und den
gleichen Verfalldaten.
Strangle
Long- oder Short-Position mit der gleichen Anzahl von Calls
und Puts des gleichen Basiswertes mit den gleichen
Verfalldaten, jedoch verschiedenen Ausübungspreisen.
Swiss Market Index (SMI)
Der Swiss Market Index ist ein kapitalgewichteter
Preisindex, der auf einem Aktienkorb basiert, dessen Titel
permanent gehandelt werden. Er umfasst bis zu 30 liquide
Titel hochkapitalisierter Unternehmen des Sdchweizer
Aktienmarktes.
Synthetische Position
Nachbildung eines Options- oder Future-Kontrakt durch andere
Derivate.
Systematisches Risiko
Das sytematische Risiko hängt von Faktoren ab, die den
gesamten Markt beeinflussen, und kann nicht durch
Portfolio-Diversifikation reduziert oder ausgeschlossen
werden.
T
nach oben
Täglicher Schlussabrechnungspreis
Täglicher von der Eurex Clearing AG festgelegter
Abrechnungspreis zur Bewertung von offenen Options- und
Future-Positionen.
U
nach oben
Unsystematisches Risko
Anteil des Gesamtrisikos, der nicht durch
Renditeschwankungen des Gesamtmarktes erklärt werden kann.
V
nach oben
Variations-Margin
Gewinn oder Verlust, resultierend aus der täglichen
Neubewertung der Future (Mark-to-Martket). Die
Variation-Margin wird täglich in bar ausgeglichen.
Verfalldatum
Das Datum, ab welchem ein Optionsrecht nicht mehr ausgeübt
werden kann.
Volatilität
Das Ausmaß der tatsächlichen oder erwarteten
Renditeschwankungen eines Finanzinstrumentes. Die für ein
Instrument gemessene Volatilität kann je nach Zeitspanne,
auf die sie sich bezieht, unterschiedlich sein. Sie kann
entweder als historische oder implizite Volatilität
berechnet werden.
W
nach oben
Worst-Case-Loss
Größtmöglicher Glattstellungsverlust am nächsten Börsentag.
Wird durch die Additional Margin beziehungsweise
Futures-Spread-Margin abgedeckt.
X
nach oben
Y
nach oben
Z
nach oben
Zeitwert
Der Zeitwert umfasst jenen Teil des Optionspreises, der sich
aus der Restlaufzeit der Option ergibt. Je länger die
Restlaufzeit ist, desto höher ist der Optionspreis infolge
der noch vorhandenen Zeit, in der sich der Preis des
Basiswertes auf- oder abwärtsbewegen kann (mögliche
Ausnahme: Deep-in-the-money-Puts)
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4X
4-X ist ein spezielles Handelssegment der
Baden-Württembergischen Wertpapierbörse für ausländische
Wertpapiere. Unabhängig von der Zulassung bzw. Einbeziehung
der Wertpapiere im amtlichen bzw. geregelten Markt oder im
Freiverkehr der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse,
können ausländische Wertpapiere nach Maßgabe bestimmter in
der Börsenordnung der Baden-Württembergischen
Wertpapierbörse festgelegter Regeln in 4-X notiert werden.
Durch diese Regeln werden Qualitätsstandards für den Handel
in ausländischen Wertpapieren normiert, die eine laufende
Handelbarkeit der Wertpapiere zu fairen und transparenten
Preisen sicher stellen.
A
ADR
American Depository Receipts. Dies sind
"Hinterlegungsscheine für Aktien", welche an Stelle der
eigentlichen Aktien gehandelt werden.
AG
AG steht für "Aktiengesellschaft".
Abwicklung
(Settlement) Durchführung der geld- und stückemäßigen
Erfüllung von Börsengeschäften
Ad hoc Publizität
Das Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet die Emittenten zur
"Ad hoc-Publizität", also zur sorfortigen Veröffentlichung
wichtiger Nachrichten im Bereich des Unternehmens, die den
Börsenkurs erheblich beeinflussen könnten. Die Nachrichten
müssen zunächst dem Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel und den Börsengeschäftsführungen gemeldet
werden, die darüber entscheiden, ob der Kurs der Aktie
ausgesetzt werden muss.
Aktie
Wertpapier, das die Beteiligung an einer Aktiengesellschaft
verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital und somit am
bilanziellen Gesamtvermögen der AG wird durch den Nennwert
festgelegt. Bei nennwertlosen Aktien ergibt sich der Anteil
am Grundkapital als Bruchteil entsprechend der Anzahl
ausstehender Aktien. Der Marktpreis der Aktie entspricht
hingegen dem börsentäglich ermittelten Kurswert. Die
Baaderaktie ist eine nennwertlose Stückaktie. Der Anteil am
Grundkapital beträgt 1,00 Euro je Aktie. Die Aktie bietet
dem Inhaber zwei Ertragsquellen: zum einen die Dividende,
als dem Aktionär zustehende Beteiligung am Gewinn der AG,
zum anderen die Möglichkeit auf einen Vermögenszuwachs durch
einen steigenden Kurswert.
Aktienanalyse
Die Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der
Kurschancen der jeweiligen Aktien nach verschiedenen
Kriterien wird als Aktienanalyse bezeichnet. Durch
verschieden gewichtete Kennzahlen wird die Aktie bewertet.
Für Fundamentalisten ist Konjunkturverlauf, Auftragseingang,
Preisstabilität etc. wichtig. Monetaristen interessieren
sich für die Höhe der Geldmenge, Inflation, Zinsniveau
(Realzinsen, Zinskurve, -differenzen usw.). Techniker
versuchen anhand der Kursverläufe und Daten von Umsatzhöhe
typische Formationen zu erkennen, welche als
Kauf-/Verkaufsimpuls interpretiert werden könnten.
Psychologen hingegen untersuchen besonders die Entwicklung
des Geschäftsklimas, das Konsumverhalten sowie die Stimmung
zwischen nicht-/professionellen Börsianern. Ein richtiger
Mix von einzelnen Komponenten ist für eine gute Bewertung
des Kurspotentials einer Aktie wichtig.
Aktienarten
Nach dem Kriterium der Übertragbarkeit unterscheidet man
Inhaber-, Namens- und -> vinkulierte Namensaktien. ->
Inhaberaktien können durch einfache Einigung und Übergabe
übertragen werden. Dem die Urkunde präsentierenden Inhaber
stehen sämtliche Aktionärsrechte zu. Die Baader Bank AG
bietet Ihren Aktionären ausschließlich Inhaberaktien an. Bei
-> Namensaktien ist der Eigentümer auf der Aktienurkunde
bezeichnet. Nach dem Kriterium des Stimmrechts unterscheidet
man Stamm- und Vorzugsaktien: Stammaktien verbriefen das
volle Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Bei Vorzugsaktien
ist das Stimmrecht meist ausgeschlossen, dafür stehen dem
Vorzugsaktionär eine höhere -> Dividende bzw. eine
Garantiedividende und andere Vorrechte zu, zum Beispiel eine
Bevorzugung bei der Liquidation der AG. Die Aktien der
Baader Bank AG gibt es nur als Stammaktien.
Aktienfonds
Die von einer Investment- oder Kapitalanlage-Gesellschaft
verwalteten Vermögen werden Aktienfonds genannt. Zumeist
wird in diesem Investmentfonds das Kapital schwerpunktmäßig
in Aktien angelegt.
Aktiengesellschaft
kurz: AG Die AG ist ein Unternehmen, an welchem deren
Teilhaber (Aktionäre) über den Kauf von Aktien am
Grundkapital dieser Firma beteiligt sind. Die Gesellschafter
haften lediglich bis zur Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber
mit dem übrigen Vermögen. Sinn und Ziel einer AG ist es,
durch Aktien-Ausgabe größere Kapitalsummen für Investitionen
etc. zu bekommen und das Unternehmerrisiko möglichst weit zu
verteilen.
Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die
Kursentwicklung des Aktienmarktes bzw. einzelner
Teilbereiche angibt. Wichtige Aktienindizes in Deutschland
sind der während den Börsenzeiten permanent ermittelte DAX,
der Index der Börsenzeitung oder auch der Index der FAZ
(Frankfurter Allgemeine Zeitung). Bei den US-Indizes sind
der Dow-Jones-Index sowie der Standard&Poors-500-Index
interessant, in Japan der Nikkei-Index.
Aktienkurs
Preis von der an der Börse gehandelten -> Aktie. Der Kurs
ist als Marktpreis das Ergebnis des zum Zeitpunkt der
Kursbildung bestehenden Verhältnisses von Angebot und
Nachfrage. Wichtige beeinflussende Faktoren sind dabei die
wirtschaftlichen Erwartungen, die in ein börsennotiertes
Unternehmen gesetzt werden, aber auch volkswirtschaftliche
Rahmembedingungen (v.a. -> Zinsen), politische Erwartungen,
Spekulationen und Interessenkäufe.
Aktienmarkt
Auf dem Aktienmarkt treffen Angebot und Nachfrage für Aktien
aufeinander. Aktien werden vor allem an Börsen gehandelt.
Dort wird hinsichtlich der Strenge der Handelsvorschriften
zwischen dem amtlichen Handel, dem geregelten Markt und dem
Freiverkehr unterschieden. Aber auch außerhalb der Börse -
etwa im Telefonverkehr - werden Aktien gehandelt.
Aktienoption
siehe: Option
Aktienregister
Elektronisches Verzeichnis der Aktieninhaber von ->
Namensaktien. Die Depotbanken übermitteln Zu- oder Abgänge
elektronisch und tragen alleine die Verantwortung für die
Richtigkeit der Bestände. Für den Eintrag in das
Aktienregister stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: a)
Der Aktionär selbst wird persönlich mit Namen, Anschrift und
Anzahl der Aktien eingetragen oder b) der Aktionär läßt
seine Depotbank eintragen und wird selbst im Aktienregister
nicht erwähnt. Ausschlaggebend für die Wahrnehmung des
Stimmrechts bei der -> Hauptversammlung ist der zu einem
bestimmten Stichtag im Aktienregister verzeichnete Bestand.
Aktiensplit
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer Aktie in zwei oder
mehrere Anteile. Er dient vor allem der optischen
Verbilligung und damit der Verbesserung der Handelbarkeit
der jeweiligen Aktien. Der Anteil, den der einzelne Aktionär
an dem Unternehmen hält, ist vor und nach dem Aktiensplit
unverändert. Das Vermögen der Gesellschaft verteilt sich
einfach auf mehr Aktien als vorher.
Aktionärsbrief
-> Quartalsbericht
Aktionärsstruktur
Eine prozentuale Aufschlüsselung der Anlegerschaft nach
bestimmten Kriterien wie z.B. Inhaberschaft (Großaktionäre,
institutionelle Investoren, Einzelinvestoren).
Aktiva
Alle Vermögenswerte eines Unternehmens die in der -> Bilanz
des Unternehmens enthalten sind und den -> Passiva
(Verpflichtungen) gegenübergestellt werden.
All Time High
Der höchste jemals bezahlte Preis bzw. ein historisches Hoch
wird als "All Time High" bezeichnet. Gegensatz zu -> All
Time Low
All Time Low
Das All Time Low bezeichnet das niedrigste Kurs- oder
Preisniveau aller Zeiten. Gegensatz zu -> All Time High.
Amtlicher/Geregelter Markt
Der Amtliche Markt ist ein organisierter Markt im Sinne des
WpHG (Wertpapierhandelsgesetzes). Zulassungsvoraussetzungen
und die Pflichten der Teilnehmer sowie die Organisation des
Handels sind gesetzlich geregelt. Ein emittierendes
Unternehmen muss vor Aufnahme des Handels ein
öffentlich-rechtliches Zulassungsverfahren durchlaufen.
Amtlicher Handel
Der umfangreichste Handel in Wertpapieren an den deutschen
Börsenplätzen ist der Amtliche Handel. Unternehmen, welche
nach strengem Verfahren zum Aktienhandel zugelassen sind,
unterliegen einer Publikationspflicht. Amtliche Makler sind
außer dem Vorstand der Börse für die Kursfestsetzung
zuständig. Notierungen werden in einem Kursblatt
veröffentlicht.
Analyst
Ein Analyst beurteilt die Anlagequalität und die Kurschancen
von Wertpapieren. Die Beurteilung wird durch
Analystenberichte publiziert.
Arbitrage
Die Arbitrage bezeichnet den Preisunterschied zwischen
Aktien an z.B. verschiedenen Börsenplätzen der erzielt wird
um Gewinne zu machen. Die ausgleichende Wirkung der
Arbitrage passt die Preise an unterschiedlichen
Börsenplätzen wieder an.
Ask
(Angebot oder Briefkurs) ist der Preis, zu dem ein Anleger
bereit ist, ein Wertpapier zu verkaufen. Gegensatz: Bid.
ATX
Der ATX ist der Austrian Traded Index, also der Börsenindex
der Wiener Börse. Er umfasst die Preise der 21 (Stand Jan
2006) größten, österreichischen Unternehmen und wird an
jedem Börsentag neu errechnet. Der Anteil der einzelnen
Aktien richtet sich nach deren Marktkapitalisierung. Der ATX
begann am 02.01.1991 bei 1000 Punkten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ernennt die Unternehmensleitung (->
Vorstand), überwacht und berät sie. Seine Mitglieder werden
bei mitbestimmten Unternehmen teils von der ->
Hauptversammlung, teils von der Arbeitnehmerseite gewählt.
Ausserbörslicher Handel
Der Außerbörsliche Handel ist eine Form des
Wertpapierhandels, der jenseits der ordentlichen
Börsenzeiten stattfindet und nicht in den offiziellen Räumen
der Börse getätigt werden darf. Er kann sowohl vor- als auch
nachbörslich erfolgen. Vor allem Banken, Versicherungen oder
Investmentgesellschaften nutzen den außerbörslichen Handel
zur telefonischen Abwicklung von Geschäften.
B
BaFin
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
entstand am 1. Mai 2002 als Nachfolgeinstitution aus dem
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred), dem
Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) und dem
Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV).
Mit dem BaFin gibt es in Deutschland eine einheitliche,
staatliche Aufsichtsbehörde für das Finanzwesen, das aus
Kreditinstituten, Versicherungen, Wertpapierhandelsbanken
und Finanzdienstleistern besteht.
Baisse
Andauernder, allgemeiner Kursrückgang an der Börse. Leitet
sich von französischen baisser (=sinken, fallen) ab. Auch
Bear Market genannt (-> bearish). Gegensatz: -> Hausse
Basispreis
Da der Käufer einer Kauf- oder Verkaufsoption das Recht hat,
nach ausgeübter -> Option Basisinstrument zu kaufen oder
verkaufen, muß bei Abschluß des Geschäftes neben dem
Optionspreis auch der Basispreis vereinbart werden, zu dem
die betreffenden Wertpapiere gegebenenfalls bei
Optionserfüllung abzurechnen sind.
Bearish
Börsenjargon für die Erwartung fallender Kurse. Der Bär ist
jenes Börsentier, das die Kurse mit seine Tatzen nach unten
schlägt (-> Baisse). Gegensatz: -> bullish.
Bedingtes Kapital
Erhöhung des Grundkapitals einer AG, die nur soweit
durchgeführt soll, wie von einem Umtausch- oder Bezugsrechts
Gebrauch gemacht wird, das die Gesellschaft auf die neuen
Aktien (Bezugsaktien) einräumt.
Bestensauftrag
(Market Order) Auftrag ohne Angabe eines Preislimits, bei
welchem der gesamte Auftrag so schnell wie möglich zum
bestmöglichen Preis ausgeführt werden muß.
Beta-Faktor
Maß für die Schwankung des Aktienkurses im Vergleich zum
Gesamtmarkt (repräsentiert durch einen -> Aktienindex). Ein
Beta von 1 bedeutet, daß das Kursschwankungsrisiko der Aktie
gleich groß ist wie das des Gesamtmarktes. Ein Beta von 1,2
bedeutet, daß das Kursschwankungsrisiko der Aktie um 20
Prozent größer als das des Gesamtmarktes ist.
Bezugsfrist
Zeitspanne für die Ausübung des -> Bezugsrechts, in der der
-> Aktionär zu entscheiden hat, ob er sich an einer ->
Kapitalerhöhung beteiligt.
Bezugsrecht
Vorverkaufsrecht der Aktionäre auf die im Rahmen einer ->
Kapitalerhöhung begebenen Aktien. Der errechnete Wert des
Bezugsrechts und der Kurs zu dem es gehandelt wird, können
differieren, da sich der Kurs aus Angebot und Nachfrage
ergibt.
Bid
-> Geldkurs
Big Bang
Big Bang bedeutet Urknall. Mit Big Bang im Börsenwesen
bezeichnet man die Börsenreform in London am 27.10.1986 aus
dem der Börsenplatz London als drittgrößter der Welt
hervorging. Somit erreichte London das Ziel, neben New York
und Tokio ein wichtiger Börsenplatz zu werden.
Bilanz
Gegenüberstellung von Vermögen (-> Aktiva) und Kapital (->
Passiva) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Das Vermögen zeigt die Verwendung der eingesetzten
finanziellen Mittel, das Kapital die Ansprüche der Gläubiger
(Fremdkapital) und der Unternehmer (Eigenkapital) an das
Vermögen (Herkunft). Die Bilanz ist - gemeinsam mit den
übrigen Bestandteilen des Jahresabschlusses - ein wichtiges
Instrument zur Beurteilung der Lage und Entwicklung eines
Unternehmens. Die sogenannten Bilanzkennzahlen,
Verhältniszahlen aus Positionen der Aktiv- und/ oder
Passivseite, gehören daher zu den meistbeachteten Kriterien
der Fundamentalanalyse.
Blue Chip
Aus dem angelsächsischen Sprachgebrauch übernommener
Börsenausdruck für die Aktie eines großen, besonders
substanz- und ertragsstarken Unternehmens mit hohem
internationalem Ansehen.
Bookbuilding-Verfahren
Methode zur Bestimmung eines marktgerechten ->
Emissionspreises bei einer Börsenneueinführung: Potentielle
-> institutionelle Anleger geben unverbindlich bekannt,
welche Volumina sie zu welchen Preisen innerhalb einer
bestimmten Preisspanne kaufen würden. Anhand dieses fiktiven
-> Orderbuches wird Emissionspreis und Emissionsvolumen
festgelegt. Im Gegensatz dazu wird beim herkömmlichen
Festpreisverfahren der Emissionspreis ausschließlich von der
-> Emissionsbank bzw. dem -> Emissionskonsortium und dem ->
Emittenten bestimmt.
Bolsa de Madrid
Spanische Wertpapierbörse, Madrid. Index Ibex 35
Borsa Italia
Italienische Börse, Mailand. Index: MIB 30.
Branchenindex
Index, der die Aktien einzelner Branchen umfaßt. Die
bekanntesten sind neben den internationalen MSCI-Indizes die
Branchenindizes des C-Dax, der Dow Jones Utilities Index und
der Dow Jones Transportation Index. Die Baader Bank AG
vergleicht sich im Wesentlichen mit dem CDAX Financial
Services.
Briefkurs
(Ask) Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen, Rohstoffe usw. Zum
Verkauf angeboten werden (-> Geldkurse).
Broker
Angloamerikanische Bezeichnung für einen Wertpapierhändler,
der (im Gegensatz zu einem -> Trader) für fremde Rechnung,
d.h. im Auftrag eines Kunden, Börsengeschäfte ausführt.
Bullish
Börsenjargon für die Erwartung steigender Kurse. Der Bulle
ist jenes Börsentier, das die Kurse auf die Hörner nimmt und
in die Höhe wirft (-> Hausse). Gegensatz: bearish
Börse
Von dem Namen eines Kaufmannes namens "van der Beurse" wurde
der Begriff Börse abgeleitet. Dieser tätigte bereits im 13.
Jahrhundert internationale Warenaustauschgeschäfte. Die
Börse ist der Markt (Treffpunkt von Angebot und Nachfage)
für Wertpapiere, Devisen und bestimmte Waren, auf dem
vereidigte Makler (Kursmakler) während der Börsenstunden
Kurse (Preise) feststellen, die sich aus den bei ihnen
vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen ergeben. Außer in
Frankfurt werden in Deutschland noch an sechs Regionalbörsen
Wertpapiere gehandelt: Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg,
Hannover, München, Stuttgart. International bedeutende
Börsenplätze sind die New York Stock Exchange ("Wall
Street"), London und Tokio.
Börseneinführung
auch: Listing. Erstmalige Notierung der Wertpapiere eines
Unternehmens an einer Börse. Für den Börsengang muß das
Unternehmen bestimmte Anforderungen an Rechnungslegung,
Kapitalausstattung und Publizität erfüllen. Neben den
Publizitätspflichten nicht börsennotierter
Aktiengesellschaften müssen börsennotierte
Aktiengesellschaften kursbeeinflussende Informationen
veröffentlichen (siehe -> Ad-hoc Publizität).
Börsenkapitalisierung
-> Marktkapitalisierung
C
CAC40
CAC 40 ist der Index der Französischen Börse der die 40
führenden Aktiengesellschaften beinhaltet. CAC bedeutet
Cotation Assistée en Continu (fortlaufende Notierung).
Call
Mit einem Call ist in der Börsensprache eine "Kaufoption"
gemeint. Dabei zahlt der Käufer der -> Option an den
Verkäufer eine Prämie und erwirbt damit das Recht, zum
vereinbarten Termin eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem
zuvor vereinbarten Preis kaufen zu können. Zum jeweiligen
Ausübungstermin muß der Verkäufer die Aktie zu genau diesem
Preis liefern, wenn der Käufer die Option ausübt.
Cash flow
Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Finanzkraft eines
Unternehmens. Der Cash-Flow ist der Saldo der betrieblichen
Ein- und Auszahlungen und erklärt die Veränderung der
Zahlungsmittel.
Chart
Grafische Darstellung der Kurs- und Umsatzentwicklung von
Wertpapieren und Branchen. Charts sind die Grundlage der
technischen Wertpapieranalyse.
Chartanalyse
Häufig als Synonym für die technische Wertpapieranalyse
gebraucht. Die Chartanalyse geht davon aus, daß sich aus den
in Charts festgehaltenen Kurs- und Umsatzverläufen der
Vergangenheit die zukünftige Entwicklung eines Wertpapiers
prognostizieren läßt.
CEDEL
Abwicklungsgesellschaft (Centrale de Livraison de Valeurs)
für Verwaltung, Verwahrung und Abwicklung, Sitz in Luxemburg
heute Clearstream
Clearstream
vormals Cedel, Clearinggesellschaft in Luxemburg.
Compliance
Legt für Banken, Versicherungen und Pensionskassen
verbindliche Verhaltensregeln fest, die sich primär auf die
Vermeidung von Interessenskonflikten beziehen.
D
DAX (Deutscher Aktien-Index)
Abk. für Deutscher Aktien-Index. Der Dax setzt sich aus den
30 größten Aktiengesellschaften zusammmen. Deren
Kursentwicklung geht gewichtet nach der Marktkapitalisierung
des Free Floats in den Index ein. Der DAX ist der Leitindex
für die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes. Neben dem
DAX 30 existiert eine Vielzahl weiterer DAX-Indizes, z.B.
DAX 100 (die 100 größten Aktientitel), MDAX (mittelgroße
Aktientitel) und CDAX (Branchenindizes).
DVFA/SG
Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und
Anlageberatung (DVFA) ist der Berufsverband von
Kapitalmarktexperten, der sich zum Ziel gesetzt hat,
Qualitätsstandards am Kapitalmarkt zu sichern und bei
nationalen und internationalen Anlegern Vertrauen in den
Kapitalmarkt zu bilden. In der
Schmalenbachgesellschaft-Deutsche Gesellschaft für
Betriebswirtschaft e. V. (SG-DGfB e. V.) haben sich
Wirtschaftswissenschaftler und Führungskräfte der Wirtschaft
in Deutschland zusammengefunden, um den Austausch zwischen
betriebswirtschaftlicher Forschung und Praxis zu fördern.
DVFA und SG haben gemeinsam Standards zur Berechnung des
Jahresergebnisses (Ergebnis nach DVFA/SG) und des ->
Cash-Flows entwickelt.
Depotbank
Kreditinstitut, das berechtigt ist, die Verwahrung und
Verwaltung von Wertpapieren für Dritte vorzunehmen.
Depotgebühr
Entgelt der -> Depotbank für die Verwahrung der Wertpapiere
im -> Depot.
Derivate
Im Bereich Bank- und Börsenwesen sind Derivative Produkte,
deren Marktwert sich von den klassischen Basiswerten (wie
z.B. Aktien, Anleihen oder Gold) ableitet. Zu den Derivaten
zählen handelbare Finanzprodukte wie Futures, Optionen,
Zertifikate, sowie nicht standardisierte Finanzprodukte wie
Termingeschäfte (Forwards) oder Swaps.
Designated Sponsor
Finanzdienstleister der auf dem Xetra-System verbindliche
Kurse für eine Aktie stellt und somit für Liquidität sorgt.
Deutsche Börse AG
Die Deutsche Börse AG mit Sitz in Frankfurt/Main, ist die
Trägerin der öffentlich-rechtlichen FWB® Frankfurter
Wertpapierbörse. In dieser Eigenschaft stellt sie die
Funktionsfähigkeit des Börsenhandels sicher. Die Frankfurter
Wertpapierbörse ist einer der weltweit größten Handelsplätze
für Wertpapiere neben Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg,
München, Stuttgart. Darüberhinaus bietet die Deutsche Börse
AG weitere Finanzdienstleistungen an.
Deutsche Zertifikate
Bezeichnet deutsche Zertifikate, die neben der original
Auslandsaktie und evtl. ADR´s gehandelt werden.
Dividende
Auf eine Aktie entfallender Anteil an der Gewinnausschüttung
einer AG. Die Höhe der Dividende wird von der
Hauptversammlung nach Vorschlag von Vorstand und
Aufsichtsrat beschlossen. Die Dividende ist von der
allgemeinen Geschäftslage der AG abhängig und daher
Schwankungen unterworfen. Deutsche Unternehmen schütten
einmal jährlich aus, doch im Ausland ist dies nicht überall
üblich: So gibt es bei US-Unternehmen in der Regel viermal
jährlich Quartalsdividenden.
Dividendenrendite
Kennzahl für den prozentualen Anteil des ausbezahlten
Gewinns einer -> Aktiengesellschaft am -> Aktienkurs.
Dow Jones Industrial Average
Weltweit meistbeachteter Aktienindex. Der "Dow" errechnet
sich durch Addition der Kurse von 30 der bedeutendsten
US-Industrieunternehmen und anschließende Multiplikation mit
einem Faktor, der bei jedem Split eines dieser Unternehmen
nach unten adjustiert wird. Im Gegensatz zu den meisten
anderen Aktienindizes sind die einzelnen Aktien im Dow Jones
Industrial Average nicht nach Marktkapitalisierung
gewichtet.
E
Earnings per share (EPS)
International übliche Bezeichnung für den -> Gewinn je Aktie
nach Steuer.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes entspricht Gewinn vor
Zinsenaufwand und Steuern.
EBITDA
Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and
Amortisation, bezeichnet das Betriebsergebnis vor Zinsen,
Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen
auf immaterielle Vermögenswerte.
Effizienter Markt
Die Theorie des effizienten Marktes besagt, daß sich
Börsenkurse entsprechend den realen ökonomischen Bedingungen
entwickeln. Kursrelevante neue Informationen gehen sofort in
die Kursbildung ein.
Eigenkapital
Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den
Eigentümern eines Unternehmens zu dessen Finanzierung
aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen
belassen wurden.
Eigenkapitalrendite
Verhältnis von Jahresüberschuß zu eingesetztem bilanziellem
Eigenkapital, auch Return on Equity. Die Eigenkapitalrendite
ist eine Bilanzkennzahl, die Auskunft zur Ertragslage des
Unternehmens gibt, vergleichbar den Zinsen einer Geldanlage.
Emerging Markets
Sammelbezeichnung für junge, aufstrebende Volkswirtschaften
Lateinamerikas, Asiens und Afrikas.
Emission
Fachausdruck für die Ausgabe von Aktien.
Emissionskurs/Emissionspreis
Der Preis, zu dem eine Aktie von der Aktiengesellschaft bei
einer Kapitalerhöhung oder einem Börsengang ausgegeben wird.
Entry Standard
Am 25. Oktober 2005 wurde der Entry Standard als ein
Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) und als ein
alternativer Kapitalmarktzugang zu den EU-regulierten
Segmenten an der Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt.
Equity-Methode
Im Konzernabschluß vorgeschriebene Methode zur Bewertung von
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sowie ggfs. an
Gemeinschaftsunternehmen und an Konzernunternehmen, die
aufgrund eines Konsolidierungsverbots oder in Ausübung eines
Konsolidierungswahlrechts nicht vollkonsolidiert werden. Im
Gegensatz zur Bewertung nach dem Anschaffungskostenprinzip
wird der Beteiligungsbuchwert laufend an die Entwicklung des
Eigenkapitals der betreffenden Unternehmen angepaßt.
Ergebnis nach DVFA/SG
Um außerordentliche, ungewöhnliche und dispositionsbedingte
Aufwendungen und Erträge bereinigtes Jahresergebnis. Die
Methode wurde von der Methodenkommission der DVFA und dem
Arbeitskreis Externe Unternehmensrechnung der
Schmalenbach-Gesellschaft-Deutsche Gesellschaft für
Betriebswirtschaft e.V. (DVFA/SG) gemeinsam entwickelt.
Erwerbskurs
Tatsächlich gezahlter Preis beim Erwerb eines Wertpapiers.
Die Höhe des Erwerbskurses hat Einfluß auf die Rendite.
Eröffnungskurs
Erster, nach Börseneröffnung festgesetzter Kurs bei
variabler Notierung für ein bestimmtes Wertpapier.
EUREX
EUREX ist die größte Optionen- und Futures-Börse weltweit
und wird gemeinsam geführt von der Gruppe Deutsche Börse AG
und der SWX Swiss Exchange. Hier werden alle Arten von
Derivaten gehandelt und abgewickelt.
Euro-Stoxx
Um eine Orientierungsgröße für den europäischen Markt zu
erhalten, hat die deutsche Börse zusammen mit der Schweizer
Börse, der Bourse de Paris und dem amerikanischen Dow Jones
die europäischen Aktienindizes der "Stoxx-Familie"
entwickelt. Sie bestehen aus den zwei Gesamtindizes Dow
Jones Stoxx, der mit 666 Gesellschaften aus 16 Ländern
Europa als ganzes abdeckt, Dow Jones Euro Stoxx, der Aktien
von 326 Gesellschaften aus Ländern der Europäischen
Währungsunion enthält sowie aus den beiden entsprechenden
"Blue-Chip-Indizes" Dow Jones Stoxx 50 mit Aktien von 50
Unternehmen aus Gesamteuropa und Dow Jones Euro Stoxx 50 mit
den Aktien von 50 Unternehmen aus Ländern der Europäischen
Währungsunion.
Ex-Tag
Bezeichnet den Tag, an dem ein Wertpapier ohne z.B.
Dividende oder eine andere Kapitalmaßnahmen gehandelt wird.
F
Free Float
(-> Streubesitz)
Freiverkehr (Open Market)
Der Freiverkehr ist - anders als der Amtliche Markt und der
Geregelte Markt - ein privatrechtliches Segment, aber auch
ein organisierter Markt im Sinne des WpHG
(Wertpapierhandelsgesetzes). Für die emittierenden
Unternehmen sind die Einbeziehungsvoraussetzungen jedoch
einfacher als bei den beiden EU-regulierten Segmenten
Amtlicher und Geregelte Markt. Der Freiverkehr wurde im
Oktober 2005 in Open Market umbenannt.
Fremdkapital
Summe aller Verbindlichkeiten eines Unternehmens, Passiva
abzüglich Eigenkapital, eventuell um Wertberichtigungen
korrigiert. Nach der Fristigkeit unterscheidet man
kurzfristiges (z.B. Bankkredite, Wechselverbindlichkeiten)
und langfristiges (z.B. Anleihen, langfristige Kredite)
Fremdkapital. Die Kosten des Fremdkapitals sind ein
Einflußfaktor auf die Kapitalkosten des Konzerns.
FTSE100
Aktienindex der Londoner Börse der 100 der größten Werte
Großbritanniens beinhaltet.
G
GDR (Global Depositary Receipt)
GDR´s sind Zertifikate, die eine bestimmte Anzahl von
Wertpapieren verbriefen. Diese werden ausgegeben um die
Notiz von Wertpapieren, die als Original nicht gehandelt
werden können, an einer Börse zu ermöglichen.
General Standard
Der General Standard zählt zu den EU-regulierten Segmenten
und ist das Segment mit den gesetzlichen
Mindestanforderungen des Amtlichen Marktes oder Geregelten
Marktes.
Geeignet ist der General Standard für Unternehmen, die
nationale Investoren ansprechen. Deutsche Emittenten werden
automatisch im CDAX® aufgenommen.
Geschäftsbericht
Jährlicher Rechenschaftsbericht einer Aktiengesellschaft
über den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens. Im
Geschäftsbericht wird u.a. der Jahresabschluß mit der Bilanz
und der Gewinn- und Verlustrechnung abgedruckt und
ausführlich erläutert.
Gewinn pro Aktie
Eine der wichtigsten Kennzahlen der fundamentalen
Aktienanalyse. Der innerhalb eines bestimmten Zeitraums
(Quartal, Geschäftsjahr) erzielte Unternehmensgewinn nach
Steuer wird durch die durchschnittliche Anzahl der von dem
Unternehmen ausgegebenen Aktien dividiert. Der Gewinn je
Aktie dient vor allem zum Vergleich verschiedener
Unternehmen derselben Branche und zur Untersuchung der
Ertragssituation eines einzelnen Unternehmens über die Zeit.
Weit verbreitet ist die englische Abkürzung EPS für earnings
per share. Der Gewinn pro Aktie ist nicht identisch mit der
Dividende.
Girosammelverwahrung
Girosammelverwahrung ist die kontenmäßige Verwaltung und
Verwahrung von Wertpapieren durch eine Wertpapiersammelbank.
Globalurkunde
Urkunde die alle Wertpapiere einer Gattung eines
Unternehmens verbrieft. Effektive Stücke werden nicht mehr
ausgeben.
Going Public
Geht ein Unternehmen an die Börse, wird dies als Going
Public bezeichnet. Die Wertpapiere (Aktien) werden nach der
Zulassung in ein Handelssegment wie dem Amtlichen Handel,
dem Geregelten Markt oder Freiverkehr eingeführt. Der
Eröffnungskurs bei der Einführung kann vom -> Emissionskurs
abweichen. Hauptgründe des Unternehmens für den Gang an die
Börse sind neben der Erschließung des Kapitalmarktes als
Finanzierungsquelle auch Publizitäts- und Imageeffekte.
Greenshoe
Mehrzuteilungsoption, Klausel in einem
Emissionsübernahmevertrag, daß im Falle außergewöhnlicher
Publikumsnachfrage der Emittent weitere Aktien zur
Distribution durch das Konsortium autorisiert.
Grundkapital
Aktienkapital einer Aktiengesellschaft, entspricht
zahlenmäßig dem Nennwert aller ausgegebenen Aktien. In der
Bilanz wird es als Gezeichnetes Kapital auf der Passivseite
ausgewiesen.
H
Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist die in der Regel einmal jährlich
stattfindende Versammlung der -> Aktionäre, in der diese
ihre Rechte ausüben. Teilnehmen dürfen alle Aktionäre. Die
Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung,
etwaige Kapitalerhöhungen und entscheidet über die
Entlastung des -> Vorstandes und des -> Aufsichtsrates. Die
Hauptversammlung wählt den Abschlußprüfer und die
Anteilseignervertreter für den Aufsichtsrat. Nur sie kann
den Aufsichtsrat und den Vorstand entlasten (siehe auch ->
Stimmrecht). Die Vorschläge zur Tagesordnung werden in der
Einladung zur Hauptversammlung veröffentlicht.
Hausse
Stärkerer, meist länger anhaltender kräftiger Anstieg der
Aktienkurse. Gegensatz: Baisse
Hedge-Fond
Hedge-Fonds sind Fonds mit dem Zweck, ein zugrundeliegendes,
zweites Anlageinvestment gegen verschiedene Risiken (z.B.
Zinsrisiko, Währungsrisiko) abzusichern.
I
IAS (International Accounting Standards)
IAS steht als Abkürzung für International Accounting
Standards. Das sind Rechnungslegungsbestimmungen, die vom
International Accounting Standard Committee (IASC)
festgelegt wurden. Das IASC ist ein Zusammenschluss von
Wirtschaftsprüfern, Finanzanalysten und Erstellern von
Jahresabschlüssen.
IBEX35
Aktienindex der Spanischen Wertpapierbörse in Madrid, Bolsa
de Madrid. Der Ibex35 beinhaltet die 35 größten Spanischen
Aktiengesellschaften, gewichtet nach Marktkapitalisierung.
IPO
Initial Public Offering (IPO) ist die organisatorische
Umsetzung des Going Public eines Unternehmens durch die
Emissionsbanken. Die Aktien werden erstmals Interessenten
zum Kauf angeboten. Dabei kann es sich um eine
Kapitalerhöhung oder eine Neuplatzierung handeln.
ISIN (International Securities Identification Number)
Individuelle Wertpapierkennnummer, die der EDV-mäßigen
Erfassung von Wertpapieren auf internationaler Ebene dient.
Inhaberaktie
Wertpapiere, bei denen die Aktionärsrechte von demjenigen
ausgeübt werden können, der Inhaber der Urkunde ist. Sie
werden durch Einigung und Übergabe übertragen.
Insider
Personen, die kursrelevante Informationen über eine
Aktiengesellschaft früher erhalten als die Öffentlichkeit.
Aus dieser Stellung Vorteile bei Börsengeschäften zu ziehen,
ist strafbar.
Insiderinformationen
Insiderindformationen sind Informationen über vertrauliche
Tatsachen, die mit einem Wertpapier oder Emittenten in
Zusammenhang stehen und die geeignet sind, den Kurs des
Wertpapieres erheblich zu beeinflussen, wenn sie der
Öffentlichkeit bekannt werden. Das Ausnützen von
Insiderinformationen z.B. zum Kauf oder Verkauf von
Wertpapieren ist deutschen Börsengesetz verboten und
strafbar.
Institutionelle Anleger
Institutionelle Anleger stellen neben Berufshandel und
privaten Investoren die dritte Anlegergruppe an der Börse
dar. Zu den institutionellen Anlegern werden in der Regel
Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds, große
Vermögensverwaltungen, Kapitalanlagegesellschaften und
manchmal auch Banken gezählt, die regelmäßig große Summen
von Geld gewinnbringend anzulegen versuchen.
Investor Relations
Investor Relations umfassen alle Maßnahmen, die der Pflege
der Beziehungen zu existierenden und potentiellen Investoren
dienen. Ziele der Investor-Relations-Aktivitäten sind die
Schaffung einer Vetrauensbasis zu den Investoren, die
Steigerung bzw. die Stabilisierung des Aktienkurses sowie
eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens.
K
KGV
Abk. für: Kurs-Gewinn-Verhältnis. Das KGV ist der Quotient
aus dem aktuellen Aktienkurs und dem Jahresgewinn des
Unternehmens pro Aktie. Je niedriger der KGV, umso
"billiger" die Aktie. Das KGV spiegelt die Erwartungen der
Anleger bezüglich des künftigen Ergebniswachstums wider.
Kapitalerhöhung
Der Begriff Kapitalerhöhung bezeichnet die Erhöhung des
Grundkapitals einer Aktiengesellschaft durch Ausgabe neuer
Aktien. Die Kapitalerhöhung dient häufig der Finanzierung
von Investitionen oder Unternehmenskäufen. Das gesetzliche
Bezugsrecht garantiert den Aktionären das Recht, durch
Teilnahme an der Kapitalerhöhung ihre prozentuale
Beteiligung an dem Unternehmen gleich zu halten, also
zusätzliche neue Aktien zu kaufen.
Kapitalertragsteuer
Besondere Erhebungsform der Einkommensteuer. Bei
Dividendenzahlung werden mindestens 25 Prozent des
ausgeschütteten Betrags als Kapitalertragsteuer einbehalten,
falls dem Depot führenden Kreditinstitut kein
Freistellungsauftrag vorliegt, beziehungsweise kein
entsprechender Freibetrag mehr vorhanden ist. Dieser
Steuerabzug wird als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer
des Aktionärs angerechnet.
Konsolidierung
Stabilisierung der Börsenkurse nach vorausgegangenen
stärkeren Kursbewegungen nach oben oder unten. Wird auch
aufgrund der Erscheinung im Chart (graphische
Kursdarstellung) als Seitwärtsbewegung bezeichnet.
Konsortium
Eine für einen begrenzten Zeitraum zur Durchführung eines
oder mehrerer bestimmter Geschäfte gegründete Gesellschaft.
Oft vorkommende Konsortien sind Emissionskonsortien zur
Unterbringung neuer Aktien am Kapitalmarkt.
Kurs-Cash-Flow (KCF)
Dabei wird der Kurs einer Aktie durch den Cash Flow
(Finanzüberschuß) je Aktie dividiert. Der Cash Flow ist in
der Fundamentalanalyse die wichtigste Kennzahl, die
Finanzkraft eines Unternehmens zu beurteilen. Der Cash Flow
ist der Saldo aus Mittelzufluß und -abfluß. Verkürzt wird
auch der Gewinn plus Abschreibungen als Cash Flow
bezeichnet. Im Verhältnis zum Aktienkurs zeigt der Cash Flow
an, wie lange es dauert, den Kurs aus dem laufenden
Zahlungsstrom des Unternehmens zu bezahlen.
L
Liquidität
Aus Börsensicht ermöglicht ein liquider Markt einen
schnellen und wirkungsvollen Ein- und Ausstieg zum
gegenwärtigen Marktkurs. Die Möglichkeit, Positionen schnell
einzugehen und aufzulösen, ergibt sich aus der großen Anzahl
von Marktteilnehmern mit der Bereitschaft, zu kaufen oder zu
verkaufen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bedeutet
Liquidität (auch Barreserve genannt) die Fähigkeit eines
Unternehmens zur fristgerechten Erfüllung der
Zahlungsverpflichtungen.
Listing
Einführung/Notierung einer Aktie an einer Börse (siehe ->
Börseneinführung, IPO).
M
M:access
M:access ist ein Marktsegment an der Börse München für
mittelständische Unternehmen, das als segmentübergreifender,
börsenregulierter Markt konzipiert ist.
Der Einstieg erfolgt per IPO, Listing oder Wechsel aus einem
anderen Segment. Durch die Übernahme der von der Börse in
diesem Segment vorgegebenen Folgepflichten sorgen die in
M:access notierten Unternehmen ihren Anlegern gegenüber für
ein erhöhtes Maß an Transparenz und Sicherheit.
Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung gibt den aktuellen Börsenwert eines
Unternehmens an. Sie wird errechnet, indem der aktuelle
Aktienkurs mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien
multipliziert wird.
Margin
Die Marge ist eine Sicherheitsleistung, die ein Aktionär bei
Terminkontrakten hinterlegt, wenn der Kontrakt entgegen
seiner Richtung läuft. Margin call: Wenn der Kontrakt sich
zu Ungunsten des Anlegers entwickelt, wird er aufgefordert,
die Sicherheitsleistung nachzuzahlen.
Market Maker
Als Market Maker werden Börsenmitglieder genannt, die an
Börsen verbindliche Geld- und Briefkurse stellen. Meist sind
Banken oder Makler in der Funktion der Market Maker, auch
engl. 'specialist' genannt.
MAX ONE
MAX-ONE ist der Name des elektronischen Handelssystems der
Börse München. Es unterstützt die Spezialisten bei der
Kursfeststellung. 'MAX ONE' ist ein Referenzmarktprinzip,
durch das der Kunde an der Börse München nach bestimmten
Kriterien den besten verfügbaren Preis am Markt erhält.
MIB 30
Aktienindex der Mailänder Börse, der 30 der größten
Aktiengesellschaften Italiens beinhaltet.
MSCI
Morgan Stanley Capital International, Finanzdienstleister
der in Börsenkreisen auch aufgrund seiner Vielzahl von
internationalen Indizes bekannt ist.
N
Namensaktie
Im Gegensatz zur Inhaberaktie auf den Namen einer bestimmten
natürlichen oder juristischen Person lautende Aktie, deren
Eigentümer im Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen ist.
NASDAQ
National Association of Securities Dealers for Automated
Quotation. Die NASDAQ wurde ursprünglich gegründet, um in
den USA an jedem Ort für jede gehandelte Aktie an der Wall
Street Kurse zu bekommen. Inzwischen ist die NASDAQ eine
Handelsplattform für mehrere tausend amerikanische
Unternehmen.
Nennbetrag
Der Nennbetrag gibt an, mit welchem Anteil eine Aktie am
Grundkapital und damit am gesamten Vermögen einer AG
beteiligt ist. Ein Aktionär wird durch die Dividende am
unternehmerischen Erfolg der AG beteiligt. Der Nennbetrag
betrug bislang 5 DM oder ein Vielfaches davon; mit
Einführung des Euro ist der Mindestnennbetrag auf 1 Euro
abgesenkt worden. Der Nennbetrag ist unabhängig von
Börsenschwankungen und somit vom Kurswert zu unterscheiden
(siehe auch -> Stückaktie).
NVDR
Der Wertpapierzusatz "NVDR" bei z.B thailändischen Aktien
bedeutet übersetzt "non votice deposite receipt" =
stimmrechtslose Aktien
In Thailand werden für ausländische Investoren die sog.
"foreign" shares ausgegeben.
Ist die Anzahl bereits im Besitz diverser Anteilseigner,
werden diese sog. "NVDR" ausgegeben.
NYSE
Ney York Stock Exchange - Eine der bedeutendsten Börsen der
Welt in der Wall Street, weshalb sie meist auch nur kurz
'Wall Street' genannt wird. Die offizielle Abkürzung ist
NYSE.
O
Option
Bedeutet allgemein das vertraglich eingeräumte Recht, einen
Gegenstand unter bestimmten Bedingungen zeitlich befristet
zu einem bestimmten Preis zu erwerben oder zu veräußern. Man
unterscheidet nach Kauf- und Verkaufsoptionen. Optionen sind
selbständig an der Börse handelbar.
Optionsrecht
Das Recht (nicht die Verpflichtung), Aktien bis zu einem
bestimmten Zeitpunkt für einen vorher vereinbarten Betrag
(-> Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen. Ist der
Basispreis niedriger als der aktuelle Kurswert, hat die ->
Option einen rechnerischen Wert.
Orderbuch
Im Orderbuch einer Börse werden alle Aufträge gespeichert
und auf ihre Ausführbarkeit untersucht und gegebenenfalls
durchgeführt.
OTC
Bedeutet 'over the counter', also quasi eine Order direkt
'über den Schaltertisch' gehandelt. Das OTC Bulletin Board
ist eine weitere Handelsplattform in USA an der
Aktiengesellschaften weitaus weniger strengen Bedingungen
unterliegen, wie an der NYSE oder NASDAQ.
P
Parkett
Auf dem Parkett findet in Deutschland der Börsenhandel
statt. ParkettBörsen in Deutschland gibt es in
Berlin-Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und
Stuttgart, wobei heutzutage nicht mehr an jeder Börse für
die Market Maker Präsenzpflicht besteht, d.h. sie können in
einem Büro sitzen und müssen nicht im Börsensaal die Preise
stellen.
Performance
Wertentwicklung eines Wertpapiers. Die Performance ergibt
sich aus Kursentwicklung, Dividendenzahlungen und
Bezugsrechten bei Kapitalerhöhungen. Sie wird - bezogen auf
einen bestimmten Zeitpunkt - in Prozent angegeben.
Primärmarkt
Bezeichnung für den Emissionsmarkt, d.h. die erstmalige
Ausgabe von Wertpapieren und deren Verkauf an Anleger.
Prime Standard
Der Prime Standard zählt zu den EU-regulierten Segmenten und
ist das Zulassungssegment für Unternehmen, die sich auch
gegenüber internationalen Investoren positionieren wollen.
Prime Standard Unternehmen müssen über das Maß des General
Standard hinaus, der die gesetzlichen Mindestanforderungen
des Amtlichen Marktes oder Geregelten Marktes stellt, hohe
internationale Transparenzanforderungen erfüllen. Die
Zulassung zum Prime Standard ist eine Voraussetzung für die
Aufnahme in die Auswahlindizes DAX®, MDAX®, TecDAX® und
SDAX®.
Q
Quartalsbericht
Unterjähriger Zwischenbericht über die Geschäfts- und
Ergebnisentwicklung eines Unternehmens.
Quotes
Englischer Begriff, der auch in Deutschland mittlerweile ein
gängiger, umgangssprachlicher Ausdruck für Geld- und
Briefkurse, also die Handelsspanne, geworden ist.
R
REX-Performance-Index
Index, der die Entwicklung des deutschen Rentenmarktes
widerspiegelt. Renten sind festverzinsliche Wertpapiere, z.
B. Staatsanleihen, Pfandbriefe oder Industrieobligationen.
Random-Walk-Hypothese
Auf der Theorie des effizienten Markts beruhendes
Erklärungsmodell der Kursentwicklung von Wertpapieren. Die
Hypothese besagt, daß aus der Beobachtung und Interpretation
von Kursverläufen der Vergangenheit keinerlei Rückschlüsse
auf die zukünftige Entwicklung gezogen werden können, denn
in die jeweils letzte Kursfeststellung sind alle derzeit
verfügbaren relevanten Informationen eingeflossen. Der
jeweils letzte Kurs ist daher die bestmögliche Schätzung
aller zukünftigen Kurse. Nach der Random-Walk-Hypothese ist
folglich die technische Wertpapieranalyse ohne jegliche
prognostische Relevanz. Strenggenommen sind nach dieser
Hypothese allerdings auch mit den Mitteln der
Fundamentalanalyse keine sinnvollen Prognosen über
zukünftige Kursentwicklungen möglich.
Rating
Standardisierte Kennziffer zur Beurteilung und Einstufung
der Bonität eines Unternehmens. Die dem Rating
zugrundeliegenden Analysen werden durch darauf
spezialisierte Unternehmen (z. B. Standard & Poor's,
Moody's) durchgeführt.
Rendite
Die Rendite mißt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals in
%. Man unterscheidet zwischen a) Dividendenrendite =
Verhältnis von Dividende + Steuerguthaben zum Kaufpreis der
Aktie, b) Anlagerendite = Dividende + Steuerguthaben +
Kursveränderungen + Bezugsrechte zum Kaufpreis der Aktie.
Rentenmarkt
Börsenmarkt für festverzinsliche Wertpapiere. Der
Rentenmarkt ist gemessen an Umsatz, Anzahl notierter
Wertpapiere und Neuemissionen von größerer Bedeutung als der
-> Aktienmarkt (-> Wertpapiermarkt)
Repartierung
Entspricht dem Ausdruck Rationierung. Tritt nur dann ein,
wenn sich mehr Käufer für ein Wertpapier finden, als die
Emission vorgesehen hat. Die Stücke werden dann repartiert,
das heißt zugeteilt. Am Aktienmarkt kann es ebenfalls zur
Repartierung beziehungsweise Rationierung kommen, nämlich
dann, wenn der angebotenen oder nachgefragten Aktie eine
hohe Käufer- beziehungsweise Verkäuferzahl gegenübersteht.
Die Kursnotiz wird dann mit dem Zusatz ratG (überhängende
Nachfrage) beziehungsweise ratB (überhängendes Angebot)
versehen.
S
S&P 100 / S&P500
Standard & Poors ist eine der umfangreichsten amerikanischen
Indizes, der 100 oder 500 individuell gewichtete Börsenwerte
beinhaltet und ständig berechnet wird.
Satzung
Gesellschaftsvertragliche Grundlage einer
Aktiengesellschaft, aus der sich Firma und Sitz,
Geschäftszweck, Höhe des Grundkapitals und weitere
grundlegende Regelungen (z. B. zu -> Vorstand und ->
Aufsichtsrat) ergeben.
SEC
U.S. Securities und Exchange Commission. ist die
amerikanische Handelsbehörde, die über alle Börsenvorgänge
informiert ist, Zulassungsanträge genehmigt, Börsen
überprüft Informationen fördert und für effiziente
Börsenmärkte sorgt und somit den Anleger schützt. Entstanden
1934 nach den Krisen des Börsencrashs 1929 und als Behörde
zur Überprüfung der neuen Gesetze des amerikanischen
Kongresses für Aktien (1933) und Börsen (1934) . Franklin
Delano Roosevelt bestellte Joseph P. Kennedy (Vater von John
F. Kennedy) als ersten Leiter der Behörde.
Shareholder-Value
Shareholder Value ist eine Managementphilosophie, die sich
die langfristige Steigerung des Aktienwertes zum Ziel
gesetzt hat. Dabei gehen die Unternehmensverantwortlichen
davon aus, dass den Kapitalgebern, also den Aktionären, ein
Recht auf Wertzuwachs zusteht.
Skontro
In einem Skontro vermerkt ein Kursmakler die festgestellten
Kurse. Es werden dort alle Kauf- und Verkaufsaufträge eines
Tages sowie die ermittelten Kurse eingetragen.
SMI
Swiss Market Index. Börsenindex der Schweiz bestehend aus 27
gewichteten Aktien.
Specialist
Siehe Market Maker
Sperrfrist
Zeitraum, in dem ein Wertpapier (Aktie) nicht veräußert
werden darf.
Split, Stock Split
-> Aktiensplit
Stammaktie
Stammaktien verbriefen dem Anteilseigner die vom
Aktiengesetz vorgesehenen Aktionärsrechte, insbesondere das
Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Gegensatz:
Vorzugsaktie.
Standardwerte
Gebräuchliche Bezeichnung für Aktien großer, wachstums- und
gewinnstarker Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung.
(-> Blue Chips).
Stimmrecht
Recht des -> Aktionärs, an der Beschlußfassung in der ->
Hauptversammlung mitzuwirken (in der Regel pro -> Aktie eine
Stimme). Jeder Aktionär kann sein Stimmrecht mittels
Vollmacht auf seine Depotbank oder einen anderen
HV-Teilnehmer übertragen.
STOXX
STOXX und EUROSTOXX sind Warenzeichen von Dow Jones. Die
US-Firma rechnet damit verschiedene Indizes in der die 50
größten europäischen Unternehmen, allg. (STOXX)
zusammengefasst sind, um einen Gesamtüberblick über den
Europäischen Markt zu haben. EUROSTOXX beinhaltet die 50
größten Unternehmen, die zur Euro-Zone gehören.
Streubesitz
Der Streubesitz ist der prozentuale Anteil an einem
Unternehmen, der frei an der Börse handelbar ist.
Stückaktie
Im Gegensatz zur Aktie mit -> Nennbetrag verbrieft die
Stückaktie keinen feststehenden Betrag (z. B. 1 EUR Aktie),
sondern einen bestimmten in der Satzung festgelegten Anteil
am Kapital der Gesellschaft (z.B. 1/20.000.000). Die
Stückaktie wurde in Deutschland erst 1998 zugelassen.
SWX
Swiss Exchange, die Schweizerische Börse, Zürich.
T
Trader
Trader: Angloamerikanische Bezeichnung für einen
Wertpapierhändler, der (im Gegensatz zu einem -> Broker) auf
eigene Rechnung Börsengeschäfte durchführt.
V
Vinkulierte Namensaktie
Sonderform der Namensaktie. Nach § 68 Abs. 2 Aktiengesetz
ist für die Übertragung vinkulierter Namensaktien außer den
bei gewöhnlichen Namensaktien vorgesehenen Bedingungen auch
die Zustimmung der Aktiengesellschaft erforderlich.
Volatilität
Schwankungsbreite von Kursen. Bei starken Kursausschlägen
hat eine -> Aktie eine hohe Volatilität. Für den Anleger
bedeutet das die Chance auf schnelle und hohe Kursgewinne,
aber auch das Risiko ebenso schneller Verluste.
Vorstand
Eigenverantwortliches Geschäftsführungs- und
Vertretungsorgan (Unternehmensleitung) der
Aktiengesellschaft. Neben Geschäftsführung und
Berichterstattung gehören die gerichtliche und
außergerichtliche Vertretung der AG zu den wichtigsten
Pflichten des Vorstands. Der Vorstand wird vom ->
Aufsichtsrat der AG bestellt und abberufen.
Vorzugsaktie
Vorzugsaktien haben im Gegensatz zu -> Stammaktien in der
Regel kein -> Stimmrecht, gewähren ihrem Besitzer dafür aber
andere Vorteile, wie z. B. eine Vorzugsdividende oder die
Nachzahlung ausgefallener -> Dividenden.
W
Wachstumsaktie
Börsenbegriff für Aktien einer Branche (oder eines
Unternehmens), deren fundamentale Aussichten auf längere
Sicht als überdurchschnittlich gut eingeschätzt werden.
Wertpapier
Urkunden, in denen ein privates Recht in der Weise verbrieft
ist, daß zur Geltendmachung des Rechtes zumindest der Besitz
der Urkunde erforderlich ist. Wertpapiere sind z. B.:
Banknoten, Schecks, Wechsel, Aktien, Anleihen,
Hypothekenbriefe, etc. Die Übertragung der Rechte erfordert
die Vorlage oder Übergabe des Wertpapiers. Im engeren Sinne
versteht man unter Wertpapieren Effekten. Dazu zählen:
Schuldverschreibungen, Aktien, Investmentzertifikate, etc.
Wertpapierkenn-Nummer/WKN
In Deutschland notierte oder emittierte Aktien, Anleihen,
Investmentzertifikate und Optionsscheine sind durch eine
sechsstellige Wertpapierkennummer (WKN) eindeutig
identifizierbar.
X
Xetra
Elektronisches Handelssystem der Deutschen Börse AG, das
1997 aus dem davor benützten IBIS-System entstand.
Z
Zeichnungsfrist
Zeitraum, in dem Wertpapiere zu den Ausgabebedingungen am
Primärmarkt erworben werden können.
A
Allgemeine Geschäftsrisiken
Risiken, die aufgrund geänderter Rahmenbedingungen wie
Marktumfeld, Kundenverhalten und technischem Fortschritt
entstehen. Diese Veränderungen können unsere Ertragslage
beeinträchtigen, wenn wir uns nicht sofort auf die
veränderten Bedingungen einstellen.
Alpha
Anlagerendite, die den Referenzmaßstab übersteigt.
Alternative A (Alt-A)
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen
Hypothekenmarkt Kredite an Kreditnehmer mit einer Bonität
besser als subprime, aber schlechter als prime verstanden
werden.
Alternative Anlagen/Investments
Direkte Investitionen in Private Equity, Wagniskapital,
Mezzanine-Kapital, Immobilienanlagen und Anlagen in
Leveraged-Buy-out-Fonds, Wagniskapitalfonds sowie
Hedgefonds.
American Depositary Receipts (ADRs)
Von US-Banken ausgestellte handelbare Hinterlegungsscheine,
die nicht US-amerikanische Aktien repräsentieren. ADRs
dienen zur Erleichterung, Verbilligung und Beschleunigung
des Handels an amerikanischen Börsen.
Anlagebuch
Risikotragende Positionen, die nicht dem Handelsbuch
zugeordnet werden.
Asset Finance & Leasing
Kompetenzzentrum, das hauptsächlich maßgeschneiderte und
innovative Finanzierungslösungen für langlebige und
hochwertige Wirtschaftsgüter strukturiert.
Asset-backed Securities (ABS)
Besondere Form verbriefter Zahlungsansprüche in Form von
handelbaren Wertpapieren. Die entsprechenden Wertpapiere
sind durch Restrukturierung bestimmter Finanzaktiva
entstanden (Securitization).
Aufsichtsrechtliche Risikoposition
Die aufsichtsrechtliche Risikoposition nach Basel II setzt
sich zusammen aus den Adressenausfallrisiken, den
Marktrisiken und den operationellen Risiken. Diese
Risikokomponenten werden auf der Basis von Standard- oder
fortgeschrittenen Methoden errechnet. Das Marktrisiko
entspricht dem 12,5-Fachen des Value-at-Risk (99 %
Konfidenzniveau, zehn Tage Haltedauer), das wir auf Basis
unserer aufsichtsrechtlich anerkannten internen
Risikomodelle berechnen und mit einem institutsspezifischen
Multiplikator hochskalieren.
Aufwand-Ertrag-Relation
Grundsätzlich: Kennzahl zur Kosteneffizienz eines
Unternehmens, die das Verhältnis der betrieblichen
Aufwendungen zu den betrieblichen Erträgen abbildet.
B
Backtesting
Verfahren zur Überprüfung der Vorhersagekraft des
Value-at-Risk-Konzepts. Hierbei werden auf täglicher Basis
hypothetisch erzielte Gewinne und Verluste mit den durch das
Value-at-Risk-Modell prognostizierten Werten verglichen.
Basel II
Die neuen Eigenkapitalvorschriften des Baseler Ausschusses
für Bankenaufsicht, die insbesondere die Ermittlung der
aufsichtsrechtlichen Risikoposition nach Basel I ersetzt
haben.
BIZ
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit Sitz in
Basel.
Bookbuilding
Emissionsverfahren, das die Nachfrage einzelner Investoren
mit den speziellen Finanzierungsinteressen eines Emittenten
bezüglich des Emissionspreises abstimmt.
Broker/Brokerage
Broker nehmen Wertpapieraufträge von Banken und privaten
Investoren an und führen sie im Auftrag des Kunden aus. Für
seine Tätigkeit (Brokerage) erhält der Broker üblicherweise
eine Provision.
Buy-out
Kauf (vollständig oder teilweise) eines Unternehmens
beziehungsweise bestimmter Unternehmensaktivitäten.
C
Cash Management
Beinhaltet die Verwaltung von liquiden Mitteln in Dollar,
Euro und sonstigen Währungen für Unternehmen und
Finanzinstitute zur Optimierung von Finanztransaktionen.
Clearing
Die Übermittlung, Abstimmung und in bestimmten Fällen die
Bestätigung von Zahlungsaufträgen.
Coaching
Personalisierte maßgeschneiderte Entwicklungsmaßnahme mit
dem Ziel, Fähigkeiten des Mitarbeiters (zum Beispiel
Führungskompetenz, Kommunikationsverhalten) in der Regel
durch einen Coach zu verbessern.
Collateralized Debt Obligations (CDOs)
Asset-backed Securities, die mit Krediten oder
Schuldverschreibungen besichert wurden.
Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS)
Mortgage-backed Securities (MBS), die Kredite für
gewerbliche Immobilien verbriefen.
Commitment
Die Identifikation mit dem Unternehmen, seinen Zielen und
Werten sowie die Bereitschaft zur Leistung und die Neigung,
bei diesem Unternehmen zu bleiben.
Compliance
Gesamtheit an Maßnahmen, um die Einhaltung einschlägiger
Gesetze, Vorschriften und interner Regelungen
sicherzustellen wie auch gerichtliche beziehungsweise
aufsichtsrechtliche Sanktionen sowie finanzielle oder
Reputationsschäden zu verhindern.
Corporate Finance
Sammelbezeichnung für kapitalmarktnahe innovative
Finanzierungsdienstleistungen mit speziellem Beratungsbedarf
im Firmenkundengeschäft.
Credit Default Swap
Eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, gemäß der eine
Partei einen festen Coupon über eine spezifizierte Periode
zahlt. Die andere Partei nimmt so lange keine Zahlung vor,
bis ein spezifiziertes Ereignis wie zum Beispiel ein Ausfall
eintritt. Zu diesem Zeitpunkt wird dann eine Zahlung
getätigt und der Credit Default Swap ist beendet.
Credit Linked Note
Wertpapiere, die ein Kreditderivat, meist einen Credit
Default Swap, enthalten.
Credit Trading
Handel mit Kredit- oder kreditnahen Produkten.
Custody
Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren sowie zusätzliche
Dienste im Wertpapierbereich.
D
Debt Products
Handelbare Instrumente, die eine Verbindlichkeit oder einen
Anspruch bezüglich eines Vermögenswerts eines oder mehrerer
Unternehmen im privaten beziehungsweise öffentlichen Sektor
darstellen. Der Begriff beschreibt auch ein umfassenderes
Angebot an Finanzinstrumenten einschließlich Devisen- und
Warengeschäften.
Derivate
Finanzinstrumente, deren Bewertung sich überwiegend vom
Preis, von den Preisschwankungen und den Preiserwartungen
der zugrunde liegenden Basisinstrumente (beispielsweise
Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes) ableitet. Zu den
Derivaten zählen insbesondere Swaps, Optionen und Futures.
Direkt eingetragene institutionelle Aktientransaktion
Zwischen einem Emittenten und einem/mehreren
institutionellen Anlegern direkt verhandelter Verkauf von
Wertpapieren auf der Grundlage einer Registrierung (Shelf
Registration Statement) bei der SEC.
DJSI
Dow-Jones-Sustainability-Indizes sind eine Indexfamilie,
welche die ökologische und soziale Leistung von Unternehmen
abbildet. Seit Bestehen der Indizes ist die Deutsche Bank im
DJSI World und DJSI STOXX gelistet.
www.sustainability-index.com
Durchschnittliches Active Equity
Wir berechnen das Active Equity, um einen Vergleich mit
unseren Konkurrenten zu vereinfachen. Dieses fließt in die
Berechnung verschiedenster Kennziffern ein. Hierbei handelt
es sich jedoch nicht um eine Messgröße nach IFRS. Bei einem
Vergleich unserer Kennzahlen, die auf dem Active Equity
basieren, mit denen anderer Unternehmen sollten stets auch
Abweichungen bei der Berechnung dieser Kennzahlen
berücksichtigt werden. Die Positionen, um die wir unser
durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären
zurechenbares Eigenkapital bereinigen, sind die
durchschnittlichen unrealisierten Gewinne aus zur
Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und die
durchschnittlichen Fair-Value-Anpassungen von Cash Flow
Hedges (beide Bestandteile nach darauf entfallenden
Steuern). Gleiches gilt für die durchschnittliche
Dividendenzahlung, für die jedes Quartal eine Abgrenzung
vorgenommen und die nach Zustimmung der Hauptversammlung
einmal jährlich ausgezahlt wird.
E
Eigenkapital gemäß Basel II
Bankaufsichtsrechtlich anerkanntes Eigenkapital in
Übereinstimmung mit der neuen Baseler
Eigenkapitalvereinbarung von 2004 für Kreditinstitute. Das
Eigenkapital gemäß Basel II setzt sich zusammen aus:
–Tier-1-Kapital: vor allem Grundkapital, Rücklagen und
bestimmte hybride Kapitalinstrumente,
–Tier-2-Kapital: insbesondere Genussrechtskapital,
kumulative Vorzugsaktien, langfristige nachrangige
Verbindlichkeiten und nicht realisierte Gewinne aus
notierten Wertpapieren,
–Tier-3-Kapital: im Wesentlichen kurzfristige nachrangige
Verbindlichkeiten und überschüssiges Tier-2-Kapital.
Tier-2-Kapital kann nur bis zur Höhe des Tier-1-Kapitals
angerechnet werden, wobei noch zusätzlich die
Anrechenbarkeit der langfristigen nachrangigen
Verbindlichkeiten im Tier-2-Kapital auf 50 % des
Tier-1-Kapitals beschränkt ist.
Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem
durchschnittlichen Active Equity)
Prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären
zurechenbaren Ergebnisses vor Steueraufwand (annualisiert),
das sich errechnet aus dem Ergebnis vor Steuern abzüglich
von Minderheitsanteilen, am durchschnittlichen Active
Equity.
Emerging Markets
Aufstrebende Märkte von Schwellenländern, primär
Finanzmärkte.
Equity Capital Markets (ECM)
In erster Linie Aktivitäten rund um den Börsengang eines
Unternehmens beziehungsweise um die Ausgabe neuer Aktien.
Ebenso fallen Privatisierungen von staatseigenen Betrieben
darunter.
Equity Methode
Bewertungsmethode für Beteiligungen an Unternehmen, auf die
ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Anteilige
Jahresüberschüsse/(-fehlbeträge) des
Beteiligungsunternehmens erhöhen (vermindern) den
Beteiligungsbuchwert und gehen in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein. Ausschüttungen/Dividenden
vermindern den Beteiligungsbuchwert, ohne die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu berühren.
Ergebnis je Aktie
Nach IFRS ermittelte Kennziffer, die den Gewinn, der den
Aktionären der Gesellschaft zurechenbar ist, der
durchschnittlichen Zahl an ausstehenden Stammaktien
gegenüberstellt. Neben der Kennziffer Ergebnis je Aktie ist
zusätzlich ein verwässertes Ergebnis je Aktie auszuweisen,
wenn sich aus der angenommenen Wandlung und Ausübung
ausstehender Aktienoptionen, noch nicht unverfallbarer
zugeteilter Aktienrechte und wandelbarer Schuldtitel und
bestimmter Terminkontrakte die Zahl der Aktien erhöhen kann.
Erwarteter Verlust
Maßeinheit für den Ausfallverlust unseres Kreditportfolios,
der innerhalb eines Jahres auf der Grundlage historischer
Verlustdaten zu erwarten ist.
Euro Commercial Paper Program
Instrument zur flexiblen Begebung unbesicherter Schuldtitel
mit kurzen Laufzeiten. In einem Programm können mehrere
Anleiheemissionen innerhalb einer gegebenen Zeit erfolgen.
Event-Risk-Szenarien
Szenarien, die erhebliche Ereignisse wie beispielsweise
große Bewegungen in Zinsen oder Wechselkursen darstellen.
Exposure
Geldbetrag, welcher der Bank bei Eintritt eines Verlusts aus
einem eingegangenen Risiko, beispielsweise beim Ausfall
eines Kreditnehmers oder Vertragspartners, verloren gehen
kann.
F
Fair Value
Betrag, zu dem Aktiva beziehungsweise Passiva zwischen
sachkundigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen
Geschäftspartnern getauscht würden.
Family Office
Für Familien mit sehr großen und komplexen Vermögen
konzipierte Finanzdienstleistung, die auf der Grundlage
absoluter Unabhängigkeit durch eine optimale Steuerung und
umfassende Koordination der einzelnen Vermögensbestandteile
die Kundeninteressen wahrnimmt.
Financial Supply Chain Management
Optimierung der Finanzströme entlang der Lieferkette eines
Unternehmens.
Futures
Hinsichtlich Menge, Qualität und Liefertermin
standardisierte Terminkontrakte, bei welchen zu einem
bestimmten zukünftigen Zeitpunkt ein dem Geld- und Kapital-,
Edelmetall- oder Devisenmarkt zugehöriges Handelsobjekt zum
festgesetzten Kurs zu liefern beziehungsweise abzunehmen
ist. Häufig ist bei derartigen Kontrakten (beispielsweise
Terminkontrakten auf der Basis von Aktienindizes) zur
Erfüllung der bestehenden Verpflichtung anstelle einer
Wertpapierlieferung oder -abnahme eine Ausgleichszahlung zu
leisten.
G
Goodwill
Der Betrag, den ein Käufer bei Übernahme eines Unternehmens
unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über
den Fair Value der einzeln identifizierbaren
Vermögensgegenstände und Schulden hinaus zahlt.
H
Handelsbuch
Bankaufsichtsrechtlicher Begriff für Positionen in
Finanzinstrumenten, Anteilen und handelbaren Forderungen,
die von einem Kreditinstitut zum Zweck des kurzfristigen
Wiederverkaufs unter Ausnutzung von Preis- und
Zinsschwankungen gehalten werden. Darunter fallen auch eng
mit Handelsbuchpositionen verbundene Geschäfte (zum Beispiel
zur Absicherung). Nicht zum Handelsbuch zugehörige
risikotragende Positionen werden dem Anlagebuch zugeordnet.
Hedge Accounting
Bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, die an
bestimmte Voraussetzungen geknüpft sind.
Hedgefonds
Fonds, der normalerweise von Institutionen und vermögenden
Privatpersonen gezeichnet wird. Er setzt Strategien ein, die
für Investmentfonds nicht erlaubt sind. Beispiele sind
Leerverkäufe, hohe Fremdverschuldung und Derivate.
Hedgefondsrenditen sind meist nicht mit den Renditen
traditioneller Anlagewerte korreliert.
Hybride Kapitalinstrumente (Trust Preferred Securities)
Kapitalinstrumente, die sich durch gewinnabhängige
Zinszahlungen auszeichnen. Soweit im Verlustfall
ausgefallene Zinszahlungen nicht nachgeholt werden (nicht
kumulative Trust Preferred Securities) und die Papiere kein
festgelegtes Fälligkeitsdatum besitzen beziehungsweise durch
die Gläubiger nicht kündbar sind, gehören sie
aufsichtsrechtlich zum Tier-1-Kapital. Andernfalls sind sie
dem Tier-2-Kapital zuzurechnen (zum Beispiel kumulative
Trust Preferred Securities).
I
IFRS (International Financial Reporting Standards)/ vormals
IAS (International Accounting Standards)
Rechnungslegungsstandards des International Accounting
Standards Board, die eine weltweit transparente und
vergleichbare Bilanzierung und Publizität sicherstellen
sollen. Maßgeblicher Zweck ist die Bereitstellung
entscheidungsrelevanter Informationen, insbesondere für
Investoren.
Investment Banking
Sammelbegriff für kapitalmarktorientierte Geschäfte.
Hierunter fallen insbesondere Emission und Handel von
Wertpapieren und ihren Derivaten, Zins- und
Währungsmanagement, Corporate Finance, Beratung bei
Übernahmen und Fusionen, strukturierte Finanzierungen und
Private Equity.
Investor Relations
Bezeichnet die systematische und kontinuierliche zweiseitige
Kommunikation zwischen Unternehmen und aktuellen wie
potenziellen Eigenkapital- beziehungsweise
Fremdkapitalgebern. Informationen betreffen vor allem
wichtige Unternehmensereignisse, finanzielle Ergebnisseund
die Geschäftsstrategie sowie die Erwartungen des
Kapitalmarkts an das Management. Ein wesentliches Ziel der
Investor-Relations-Aktivitätenist die angemessene Bewertung
der Aktie.
K
Kapitaladäquanzquote
Kennziffer für Kreditinstitute, die das in Prozent
ausgedrückte Verhältnis von aufsichtsrechtlichem
Eigenkapital zu aufsichtsrechtlicher Risikoposition angibt.
Die einzuhaltende Mindestkennziffer für die
Eigenkapitalquote beträgt 8 %.
Kapitalflussrechnung
Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den
ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr aus laufender
Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
erwirtschaftet oder verbraucht hat, sowie zusätzliche
Abstimmung des Zahlungsmittelbestands (Barreserve) zu Beginn
mit dem Betrag am Ende des Geschäftsjahres.
Konfidenzniveau
Im Rahmen des Value-at-Risk-Konzepts ist es die
Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust
innerhalb des Intervalls liegt, welches durch den
Value-at-Risk angegeben wird.
Korrelation
Wechselbeziehung zwischen mindestens zwei Variablen (zum
Beispiel Vermögenswerten), die positiv (gleichläufig) oder
negativ (gegenläufig) sein kann, aber keine Aussage zum
Kausalzusammenhang (Ursache – Wirkung) macht. Wichtige Größe
bei der Vermögensstrukturierung, um Risiken zu streuen
beziehungsweise abzusichern.
Kreditderivate
Finanzinstrumente, mittels derer das mit Darlehen, Anleihen
oder anderen Risikoaktiva beziehungsweise
Marktrisikopositionen verbundene Kreditrisiko auf als
sogenannte Sicherungsgeber auftretende Parteien übertragen
wird. Dabei werden die ursprünglichen Kreditbeziehungen der
Sicherungsnehmer (die Parteien, welche die Kreditrisiken
abgeben) weder verändert noch neu begründet.
Kreditrisiko
Risiko, dass Kunden ihren vertraglich vereinbarten
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das Kreditrisiko
umfasst Ausfall-, Länder- (Länderrisiko) und
Abwicklungsrisiken.
L
Länderrisiko
Das Risiko, dass in einem beliebigen Land ein Verlust
aufgrund politischer und sozialer Unruhen, Verstaatlichungen
und Enteignungen, staatlicher Nichtanerkennung von
Auslandsschulden, durch Devisenkontrollen oder eine
Abwertung der Landeswährung entsteht.
Latente Steuern
Zukünftig zu zahlende oder zu erstattende Ertragsteuern, die
aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Steuer- und
Handelsbilanz resultieren, oder der Wert nicht genutzter
steuerlicher Verlustvorträge oder anderer steuerlicher
Anrechnungsguthaben. Sie stellen zum Zeitpunkt der
Bilanzierung noch keine tatsächlichen Forderungen oder
Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzämtern dar.
Leverage Ratio
Verhältnis des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren
Eigenkapitals zur Summe der Aktiva.
Leveraged Buy-out
Fremdfinanzierter Kauf (vollständig oder teilweise) eines
Unternehmens beziehungsweise bestimmter
Unternehmensaktivitäten. Zins- und Tilgungszahlungen werden
aus dem zukünftigen Ertrag des übernommenen Unternehmens
finanziert.
Leveraged-Finance-Aktivitäten
Finanzierung eines Unternehmenskaufs mittels hoher
Fremdkapitalaufnahme (Leverage).
Liquiditätsrisiko
Bezeichnet die Gefährdung unserer Gewinne und unseres
Kapitals bei einer potenziellen Unfähigkeit der Bank, ihre
Verpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen, ohne dabei
unannehmbar hohe Verluste einzugehen.
M
Management Buy-out
Übernahme aller umlaufenden Aktien durch das im Unternehmen
tätige Management, welches die Börsennotierung beendet.
Mark-to-market-Bewertung
Bewertung zu aktuellen Marktpreisen. Gilt zum Beispiel für
Handelsaktivitäten.
Marktrisiko
Resultiert aus der Unsicherheit über Veränderungen von
Marktpreisen und -kursen (inklusive Zinsen, Aktienkursen,
Wechselkursen und Rohwarenpreisen) sowie den zwischen ihnen
bestehenden Korrelationen und ihren Volatilitätsniveaus.
Merger & Acquisitions (M&A)
Fusionen und Übernahmen von Unternehmen.
Mezzanine
Flexible Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Hier:
langfristiges nachrangiges Finanzierungsinstrument zur
Wachstumsfinanzierung, das gleichzeitig die wirtschaftliche
Eigenkapitalbasis stärkt.
Monoline-Versicherer
Versicherer, die Kreditversicherungen für Emittenten von
Schuldverschreibungen und andere Marktteilnehmer anbieten.
Monte Carlo-Simulation
Modell, das den Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion
für eine große Zahl (beispielsweise 10.000) von
unterschiedlichen Marktszenarien berechnet.
Mortgage-backed Securities (MBS)
Asset-backed Securities, die Hypothekenkredite verbriefen.
Unterkategorien sind Residential Mortgage-backed Securities
(RMBS) und Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS).
N
Namensaktien
Aktien, die auf den Namen einer bestimmten Person lauten.
Diese Person wird entsprechend den aktienrechtlichen
Vorgaben mit einigen persönlichen Angaben sowie ihrer
Aktienanzahl in das Aktienregister der Gesellschaft
eingetragen. Nur wer im Aktienregister eingetragen ist, gilt
gegenüber der Gesellschaft als Aktionär und kann
beispielsweise Rechte in der Hauptversammlung ausüben.
Nettingvereinbarungen
Verträge, wonach gegenseitige Forderungen zwischen zwei
Parteien unter bestimmten Voraussetzungen miteinander
verrechnet werden können – beispielsweise im Insolvenzfall.
Die Einbeziehung einer rechtsverbindlichen
Nettingvereinbarung führt zu einer Reduzierung des
Ausfallrisikos von einem Brutto- auf einen Nettobetrag.
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (basic) ergibt sich
durch Division des den Deutsche Bank-Aktionären
zurechenbaren Eigenkapitals durch die Anzahl der
ausstehenden Stammaktien (basic, beide zum Bilanzstichtag).
O
Ökonomisches Kapital
Messgröße, anhand derer mit einem hohen Maß an Sicherheit
das Eigenkapital ermittelt werden kann, das zu einem
beliebigen Zeitpunkt benötigt wird, um unerwartete Verluste
aus dem aktuellen Engagement aufzufangen. Es ist streng vom
bilanziellen Eigenkapital zu unterscheiden.
Operationelles Risiko
Risiko des Verlusts im Zusammenhang mit Mitarbeitern,
vertraglichen Spezifikationen und deren Dokumentation,
Technologie, Versagen oder Zusammenbruch der Infrastruktur,
Projekten, externen Einflüssen und Kundenbeziehungen. Diese
Definition schließt unter anderem rechtliche und
aufsichtsrechtliche Risiken ein.
Option
Recht, den zugrunde liegenden Optionsgegenstand
(beispielsweise Wertpapiere oder Devisen) von einem
Vertragspartner (Stillhalter) zu einem vorweg fest
vereinbarten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt
beziehungsweise in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen
(Kaufoption/Call) oder an diesen zu verkaufen
(Verkaufsoption/Put).
OTC-Derivate
Finanzinstrumente (Derivate), die nicht standardisiert sind
und nicht an einer Börse, sondern direkt zwischen den
Marktteilnehmern (Over-the-Counter) gehandelt werden.
P
Personalaufwandsquote
Prozentualer Anteil des Personalaufwands an den Erträgen
insgesamt, die als Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im
Kreditgeschäft plus zinsunabhängige Erträge definiert sind.
Portfolio (Portefeuille)
Allgemein: Teil oder Gesamtheit einer oder aller Klassen von
Vermögenswerten (zum Beispiel Wertpapiere, Kredite,
Beteiligungen oder Immobilien). Die Portfoliobildung dient
primär der Risikostreuung. Hier: Zusammenfassung ähnlicher
Geschäfte, insbesondere von Wertpapieren und/oder Derivaten,
unter Preisrisikoaspekten.
Portfolio Management
Steuerung und Verwaltung eines Wertpapierportfolios für
Kunden. Kann die ständige Überwachung des Portfolios und
nach Absprache mit dem Kunden auch Käufe und Verkäufe
einschließen.
Prime
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen
Hypothekenmarkt Kredite an Kreditnehmer mit hoher Bonität
verstanden werden.
Prime Brokerage
Eine Dienstleistung, die Clearing, Abwicklung von
Handelsgeschäften, Custody, Aufstellung von Abschlüssen und
Finanzierung für institutionelle Anleger beinhaltet.
Prime Services/Brokerage
Ein spezielles Dienstleistungsangebot vor allem für
Hedgefonds, das in erster Linie aus Clearing, Abwicklung von
Handelsgeschäften, Custody, Aufstellung von Abschlüssen und
Finanzierung besteht.
Private Banking
Geschäft mit anlageorientierten vermögenden Kunden.
Private Equity
Kapitalbeteiligung an nicht börsennotierten Unternehmen, zum
Beispiel Wagniskapital und Buy-out-Fonds.
Projected Unit Credit Method
Anwartschaftsbarwertverfahren für die Bewertung von
Pensionszusagen; es handelt sich um ein
Kapitalansammlungsverfahren nach IAS 19, nach dem die
Verpflichtung mit dem versicherungsmathematischen Barwert
des am Abschlussstichtag erworbenen Versorgungsanspruchs
anzusetzen ist. Charakteristisch ist, dass bei dynamischen
Pensionszusagen Trendannahmen (zum Beispiel hinsichtlich zu
erwartender Gehaltssteigerungen) zu berücksichtigen sind.
Der Zinsfuß zur Diskontierung orientiert sich an Zinssätzen
für Schuldverschreibungen, die von Unternehmen mit hoher
Bonität begeben werden.
Q
Quantitative Anlagen
Portfolios von Aktien- und Rentenwerten sowie von
Hedgefonds. Das Management erfolgt systematisch und
regelgesteuert, wobei hauptsächlich fundamentale
Anlagekriterien angewandt werden. Die Auswahl beruht auf der
Verarbeitung großer Datenmengen, für die quantitative
Methoden und Techniken zum Einsatz kommen.
R
Rating
Extern: standardisierte Beurteilung der Bonität des
Emittenten und seiner Schuldtitel durch spezialisierte
Agenturen.
Intern: detaillierte Risikoeinschätzung jedes Exposure eines
Schuldners.
Repogeschäft (Repurchase Agreement)
Rückkaufvereinbarung bei Wertpapiergeschäften (echte
Pensionsgeschäfte, deren Gegenstand weiterhin dem
Pensionsgeber zuzurechnen ist). Aus Sicht des
Pensionsnehmers wird von einem Reverse-Repo-Geschäft
gesprochen.
Residential Mortgage-backed Securities (RMBS)
Mortgage-backed Securities (MBS), die Wohnungsbaukredite
verbriefen.
Return on Equity (RoE)/Eigenkapitalrendite
Grundsätzlich: Kennziffer zur Ertragslage eines
Unternehmens, die das Ergebnis (Jahresüberschuss) im
Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt. Hier:
Ergebnis in Prozent des im Jahresdurchschnitt eingesetzten
Eigenkapitals.
S
Sachaufwandsquote
Prozentualer Anteil des zinsunabhängigen Sachaufwands, der
sich aus den zinsunabhängigen Aufwendungen abzüglich
Personalaufwand zusammensetzt, an den Erträgen insgesamt,
die als Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft
plus zinsunabhängige Erträge definiert sind.
Sale and Leaseback
Transaktion, bei der eine Partei zum Beispiel eine Immobilie
an eine andere Partei verkauft und anschließend zur weiteren
Nutzung zurückmietet beziehungsweise least.
Sarbanes-Oxley Act (SOX)
US-Kapitalmarktgesetz aus dem Jahr 2002, das als Reaktion
auf eine Anzahl von Bilanzskandalen die Corporate Governance
stärken und damit das Vertrauen der Investoren in den
Kapitalmarkt zurückgewinnen soll. Die neuen und erweiterten
Regelungen gelten für alle an einer US-Börse gelisteten
Unternehmen und reichen von zusätzlichen Vorstandsaufgaben
bis zu strafrechtlichen Bestimmungen.
Schariakonform
Im Einklang mit der islamischen Gesetzgebung.
Securitization (Verbriefung)
Grundsätzlich: Verkörperung von Rechten in Wertpapieren
(beispielsweise Aktien und Schuldverschreibungen).
Segmentberichterstattung
Offenlegung von Vermögens- und Ergebnisinformationen eines
Unternehmens, untergliedert nach Tätigkeitsbereichen
(Unternehmensbereichen) und geografischen Merkmalen
(Regionen).
Shareholder Value
Managementkonzept, das dauerhafte Wertsteigerungen des
Unternehmens in den Mittelpunkt strategischer und operativer
Entscheidungen stellt. Kerngedanke ist, dass nur Renditen,
die über den Eigenkapitalkosten liegen, Wert für die
Aktionäre schaffen.
SPAC (Special Purpose Acquisition Company)
Börsennotierte Gesellschaft, die Kapital beschafft, um ein
bestehendes Unternehmen zu übernehmen.
Subprime
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen
Hypothekenmarkt Kredite an Kreditnehmer mit geringer Bonität
verstanden werden.
T
Trade Finance
Umfasst alle Dienstleistungen in den Bereichen Trade Finance
Services sowie Trade and Risk Services. Der Geschäftsbereich
betreut das Exportfinanzierungs- und
Risikoabsicherungsgeschäft mit Finanzinstituten und
Firmenkunden. Dazu gehören multinationale Unternehmen,
etablierte und aufstrebende Unternehmen sowie Unternehmen
des öffentlichen Sektors.
S
Swaps
Grundsätzlich: Austausch von Zahlungsströmen. Zinsswaps:
Tausch von Zinszahlungsströmen gleicher Währung mit
unterschiedlichen Konditionen (beispielsweise
fest/variabel). Währungsswaps: Tausch von
Zinszahlungsströmen und Kapitalbeträgen in unterschiedlichen
Währungen.
Sustainability (Nachhaltigkeit)
Bezeichnet das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und
gesellschaftlicher Verantwortung mit dem Ziel, die
Lebensgrundlagen der Menschheit nachhaltig und zukunftsfähig
weiterzuentwickeln.
T
Trust & Securities Services
Breite Palette von administrativen Dienstleistungen für
Wertpapiere. Dazu gehören zum Beispiel Wertpapierverwaltung
und -verwahrung (Custody), Treuhandverwaltung von
Wertpapieren, Emissions- und Zahlstellendienste,
Depotbankfunktion für American Depositary Receipts (ADRs).
U
US GAAP (United States Generally Accepted Accounting
Principles)
Rechnungslegungsstandards der USA, die in engerem Sinne
durch Verlautbarungen des Financial Accounting Standards
Board (FASB) sowie des American Institute of Certified
Public Accountants (AICPA) gebildet werden. Darüber hinaus
sind insbesondere für börsennotierte Unternehmen die von der
Wertpapieraufsichtsbehörde Securities and Exchange
Commission (SEC) entwickelten Interpretationen und
Auslegungen von Relevanz. Ähnlich den IFRS liegt die
maßgebliche Zielsetzung in der Bereitstellung
entscheidungsrelevanter Informationen im Jahresabschluss,
die insbesondere für Investoren nützlich sein sollen.
V
Value-at-Risk-Konzept
Misst für ein gegebenes Portfolio den potenziellen künftigen
Verlust (bezogen auf den Marktwert), der unter normalen
Marktbedingungen in einer bestimmten Periode und mit einem
bestimmten Konfidenzniveau nicht überschritten wird.
W
Wrapped Bond
Schuldverschreibung, die von Dritten versichert oder
garantiert wird.
Z
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur
Veräußerung verfügbar klassifiiziert sind und nicht als
Kredite und Forderungen oder zum Fair Value klassifiziert
sind. Sie werden mit ihrem Fair Value in der Bilanz
ausgewiesen. Änderungen des Fair Value werden grundsätzlich
erfolgsneutral in den nicht in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigten
Gewinnen/Verlusten innerhalb des Eigenkapitals gezeigt.
Wertminderungen und realisierte Gewinne und Verluste werden
in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung vereinnahmt.
Zielgrößendefinition
Bestimmte signifikante Gewinne (wie Gewinne aus dem Verkauf
von Industriebeteiligungen, Geschäftsfeldern oder
Immobilien) oder signifikante Aufwendungen (wie
Restrukturierungsaufwendungen, Goodwillabschreibungen oder
Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten) werden in unserer
Zielgrößendefinition unberücksichtigt gelassen, wenn diese
keine Bedeutung für den zukünftigen Erfolg der
Kerngeschäftsfelder der Deutschen Bank haben.
Forexwissen Glossar
Abrechnung - Der Prozess, durch den ein Abschluss in die
Bücher und Akten der Kontrahenten einer Transaktion eingeht.
Die Abrechnung von Währungsabschlüssen kann den
tatsächlichen physischen Austausch einer Währung für die
andere umfassen oder nicht.
Abschlusstag - Der Tag, an dem ein Handelsgeschäft
abgeschlossen wird.
Abwertung - Die gewollte Anpassung eines Währungskurses nach
unten, in der Regel durch offizielle Ankündigung.
Angebot - Ein indikativer Marktpreis, der in der Regel nur
Informationszwecken dient.
Arbitrage - Der Kauf oder Verkauf eines Instruments und das
gleichzeitige Aufnehmen einer gleichen Gegenposition am
entsprechenden Markt, um von kleinen Kursdifferenzen
zwischen den Märkten zu profitieren.
Around (Um")" - Händlerjargon bei der Notierung, wenn der
Termin-/Premiumkurs nahe der Parität liegt. Two-Two-Around
bedeutet beispielsweise zwei Punkte auf jeder Seite des
aktuellen Spot.
Aufgeld - Auf den Devisenmärkten beschreibt der Begriff den
Betrag, um den der Forward- oder Future-Kurs den Spot-Kurs
übersteigt.
Auftrag - gültig bis auf Widerruf (GTC) - Ein Auftrag zum
Kauf oder Verkauf zu einem festgesetzten Kurs. Dieser
Auftrag bleibt offen, bis er erfüllt ist oder der Kunde ihn
widerruft.
Auftrag mit gegenseitigem Widerruf - Eine Bezeichnung für
zwei Aufträge, wobei ein Teil der beiden Aufträge ausgeführt
wird und der andere automatisch widerrufen wird.
Aufwertung - Ein Anstieg beim Wechselkurs für eine Währung
im Ergebnis einer Zentralbankintervention. Gegenteil zur
Abwertung.
Außerbörslich (OTC) - Wird verwendet, um jede Transaktion,
die nicht an einer Börse ausgeführt wird, zu beschreiben.
Back Office - Die Abteilungen und Prozesse, die mit der
Abrechnung von finanziellen Transaktionen beschäftigt sind.
Baissemarkt - Ein Markt, der durch fallende Kurse
gekennzeichnet ist.
Basisanalyse - Analyse wirtschaftlicher und politischer
Informationen mit dem Ziel, künftige Bewegungen auf einem
Finanzmarkt zu bestimmen.
Bestätigung - Ein Dokument, das zwischen den Kontrahenten
einer Transaktion ausgetauscht wird und die Konditionen
dieser Transaktion darlegt.
Bezugswährung - Allgemein gesprochen bezeichnet die
Bezugswährung die Währung, in der der Anleger oder
Aussteller seine Konten führt. Auf dem Devisenmarkt ist der
US-Dollar in der Regel die Bezugswährung für Notierungen,
das bedeutet, dass Kurse als Einheit von 1 $ in Bezug auf
die andere Währung des Paars dargestellt werden. Die größten
Ausnahmen zu dieser Regel sind das Britische Pfund, der Euro
und der Australische Dollar.
Big Figure - Händlerausdruck für die ersten Zahlen eines
Wechselkurses. Diese Zahlen ändern sich bei normaler
Marktfluktuation kaum und werden daher bei
Händlernotierungen ausgelassen, insbesondere, wenn die
Marktaktivität hoch ist. Eine USD/Yen-Notierung könnte
beispielsweise bei 107,30/107,35 liegen, würde verbal aber
ohne die ersten drei Zahlen ausgedrückt: 30/35.
Bretton-Woods-Abkommen von 1944. - Eine Vereinbarung, durch
die feste Devisenkurse für große Währungen festgelegt
wurden, vorausgesetzt, die Zentralbanken griffen in die
Devisenmärkte ein, und durch die der Preis für Gold bei 35 $
pro Unze festgeschrieben wurde. Die Vereinbarung war bis
1971 gültig, als Präsident Nixon die Bretton Woods
Vereinbarung aufhob und bewegliche Wechselkurse für die
großen Währungen einführte.
Briefkurs - Der Kurs, zu welchem der Händler bereit ist,
eine Währung zu verkaufen.
Buch - In einem professionellen Handelsumfeld bezeichnet das
Book" die Zusammenfassung der gesamten Positionen eines
Anlegers oder Desks."
Bundesbank - Deutschlands Zentralbank
Candlestick-Chart - Eine Grafik, die die Handelsspanne des
Tages sowie den Eröffnungs- und Schlusskurs anzeigt. Wenn
der Eröffnungskurs höher ist als der Schlusskurs, ist das
Rechteck zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs
schattiert. Wenn der Schlusskurs höher ist als der
Eröffnungskurs, ist dieser Bereich der Grafik nicht
schattiert.
Chart-Analytiker - Eine Person, die Charts und Grafiken
nutzt, um historische Daten zu interpretieren, Trends
aufzuspüren und zukünftige Bewegungen vorauszusagen. Wird
auch Technischer Trader genannt.
Clearing - Der Prozess des Abrechnens eines Geschäfts.
Defizit - Eine negative Handels- oder Zahlungsbilanz.
Derivat - Ein Kontrakt dessen Wert sich mit der Kursbewegung
eines damit in Zusammenhang stehenden Wertpapiers, Termin-
oder Realinstruments verändert. Ein Optionspapier ist das
derivative Instrument, das am häufigsten vorkommt.
Devisenmarkt Devisenhandel - (Forex, FX) - Der gleichzeitige
Kauf einer Währung und Verkauf einer anderen.
Devisenpreis - Der aktuelle Marktkurs. Die Abrechnung von
Kassatransaktionen erfolgt normalerweise innerhalb von zwei
Geschäftstagen.
Euro - Die Währung der Europäischen Währungsunion (EWU). Ein
Ersatz für die Europäische Währungseinheit (ECU).
Europäische Währungsunion (EWU) - Das prinzipielle Ziel der
EWU ist die Etablierung einer einzigen europäischen Währung,
des Euro, die die Landeswährungen der EU-Länder ab dem Jahr
2002 ersetzen wird. Am 01. Januar 1999 begann die
Einführungsphase des Euro. Der Euro existiert jetzt als
Bankenwährung, und finanzielle Transkationen und der
Devisenhandel werden in Euro ausgeführt. Diese
Übergangsphase dauert drei Jahre, dann werden Euro-Banknoten
und -Geldstücke in Umlauf gebracht. Ab dem 01. Juli 2002 ist
nur noch der Euro offizielles Zahlungsmittel aller
EWU-Mitgliedsländer, und die Landeswährungen der
Mitgliedstaaten existieren nicht mehr. EWU-Mitgliedstaaten
sind derzeit Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg,
Österreich, Finnland, Irland, die Niederlande, Spanien und
Portugal.
Europäische Zentralbank (EZB) - Die Zentralbank für die neue
Europäische Währungsunion (EWU).
Fälligkeit - Prozess der Neubewertung aller offenen
Positionen mit den aktuellen Marktkursen. Diese neuen Werte
bestimmen dann die Nachschussforderungen.
Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) - Die
Regulierungsbehörde, die für die Verwaltung der
Einlagensicherung in den USA verantwortlich ist.
Federal Reserve (Fed) - Die Zentralbank für die Vereinigten
Staaten.
Festmarkt - Ein Markt ohne Spreads. Alle Käufe und Verkäufe
erfolgen zu diesem einen Preis.
Führende Indikatoren - Statistiken, die angesehen werden,
künftige wirtschaftliche Aktivitäten zu prognostizieren.
Gegenüber - Einer der an einer Finanztransaktion
Beteiligten.
Geld-Brief-Spanne - Die Differenz zwischen Geld- und
Briefkurs und das am häufigsten genutzte Instrument zur
Messung der Marktliquidität.
Geldkurs - Der Kurs, zu dem ein Händler bereit ist, eine
Währung zu verkaufen.
Geldkurs und Briefkurs - Wenn sowohl ein Geldkurs als auch
ein Briefkurs für eine FX-Transaktion notiert wird.
Glatt - Händlerjargon zur Umschreibung einer Position, die
vollständig aufgehoben wurde. Beispiel: Sie haben 500.000 $
gekauft und anschließend 500.000 $ verkauft und damit eine
neutrale (flat) Position geschaffen.
Glattstellungstransaktion - Ein Abschluss, der dazu dient,
einige oder alle der Marktrisiken einer offenen Position zu
widerrufen oder glattzustellen.
Handelsbilanz - Der Wert der Exporte eines Landes abzüglich
seiner Importe.
Händler - Eine Person, die als Auftraggeber oder
Auftragnehmer an einer Transaktion beteiligt ist.
Auftraggeber nehmen die eine Seite einer Position ein in der
Hoffnung, durch Schließen der Position in einem
nachfolgenden Trade mit einer anderen Partei einen Spread
(Gewinn) zu erzielen. Im Gegensatz dazu ist ein Broker eine
Person oder Firma, die als Mittler agiert, der Käufer und
Verkäufer gegen Zahlung einer Gebühr oder Kommission
zusammenbringt.
Haussemarkt - Ein Markt, der durch steigende Kurse
gekennzeichnet ist
Höhernotierung - Eine neue Kursnotierung zu einem höheren
Kurs als die vorhergehende Notierung.
Höhernotierungsregel - Eine Vorschrift in den USA, nach der
ein Wertpapier nur dann short verkauft werden darf, wenn der
letzte Trade vor dem Short-Sale niedriger war als der Preis,
zu dem der Short-Sale ausgeführt wird.
Inflation - Eine wirtschaftliche Situation, in der die
Preise für Verbrauchsgüter steigen und damit die Kaufkraft
geschwächt wird.
Kommission - Eine vom Makler berechnete Transaktionsgebühr.
Kontrakt - Die übliche Einheit des Geschäftsverkehrs.
Kreuzkurs - Der Wechselkurs zwischen zwei beliebigen
Währungen, die in dem Land, in dem das Währungspaar notiert
wird, keine Standardwährungen sind. In den USA wäre der Kurs
GBP/JPY beispielsweise ein Kreuzkurs, während dieser Kurs in
Großbritannien oder Japan eines der hauptsächlich
gehandelten Währungspaare darstellt.
Kurs - Der Kurs einer Währung in Bezug auf eine Andere, in
der Regel für Händlerzwecke genutzt.
Kurs des Englischen Pfunds in US-Dollar - Fachausdruck der
Händler, der sich auf den Wechselkurs Englisches
Pfund/US-Dollar bezieht. Er wird so genannt, weil der Kurs
ursprünglich mit Beginn in der Mitte des 19. Jahrhunderts
über transatlantische Kabel übermittelt wurde.
Kursrückgang - Ein Wertverlust einer Währung aufgrund von
Marktkräften.
Kurssteigerung - Eine Währung wird als im Kurs steigend"
bezeichnet
Kurstransparenz - Beschreibt Angebote, zu denen jeder
Marktbeteiligter gleichen Zugang hat.
Länderrisiko - Risiko in Bezug auf grenzüberschreitende
Transaktionen, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf
rechtliche und politische Bedingungen.
LIBOR - Der Londoner Interbanken-Angebotssatz. Banken
verwenden den LIBOR, wenn sie von einer anderen Bank etwas
leihen.
Liefergeschäft - Ein FX-Geschäft, bei dem beide Seiten eine
tatsächliche Lieferung der gehandelten Währungen tätigen und
empfangen.
Limit-Order - Ein Order mit Beschränkungen in Bezug auf den
maximalen zu zahlenden oder den minimal zu erhaltenden
Preis. Beispiel: wenn der aktuelle USD/YEN Kurs bei
102,00/05 liegt, würde ein Limit-Order zum Kauf von USD bei
einem Preis von weniger als 102 liegen (d.h. 101,50)
Liquidation - Das Schließen einer bestehenden Position durch
das Ausführen einer Glattstellungstransaktion.
Liquidität - Die Fähigkeit eines Marktes, große
Transaktionen mit geringen bis zu keinen Auswirkungen auf
die Kursstabilität zu akzeptieren.
Long-Position - Eine Position, die im Wert steigt, wenn
Marktkurse steigen.
Makler - Eine Einzelperson oder Firma, die als Mittler
agiert und Käufer und Verkäufer gegen Zahlung einer Gebühr
oder Kommission zusammenbringt. Der Dealer" dagegen steuert
Kapital bei und nimmt eine Seite einer Position ein in der
Hoffnung
Marge - Das geforderte Eigenkapital, das ein Anleger
hinterlegen muss, um eine Position zu lombardieren.
Marktmacher - Ein Händler, der regelmäßig sowohl Geld- als
auch Briefkurse notiert und bereit ist, einen zweiseitigen
Markt für jedes Finanzinstrument zu schaffen.
Marktrisiko - Risiko gegenüber Veränderungen der Marktkurse.
Nachschusseinforderung - Kapital, das ein Makler vom Kunden
einfordern muss, um den erforderlichen Einschuss hinterlegt
zu haben. Dieser Begriff bezieht sich gewöhnlich auf
zusätzliches Kapital, das als Ergebnis ungünstiger
Kursbewegungen hinterlegt werden muss.
Nachschussforderung - Das geforderte Eigenkapital, das ein
Anleger hinterlegen muss, um eine Position zu lombardieren.
Offene Position - Ein Abschluss, der noch nicht widerrufen
oder mit einer physischen Zahlung abgewickelt wurde.
Offener Auftrag - Ein Order, der ausgeführt wird, wenn der
Markt sich auf dem festgelegten Kurs befindet. Wird
normalerweise mit Good 'til Cancelled Orders in Verbindung
gebracht.
Originaleinschuss - Die Originalsicherungseinlage, die
gefordert wird, um eine Position als eine zukünftige
Erfüllungsgarantie einzugehen.
Pips - Nachkommastellen, die von der vierten Dezimalstelle
abgezogen werden, d.h. 0,0001. Auch Points genannt.
Politisches Risiko - Gefährdung durch Veränderungen der
Regierungspolitik, die eine negative Auswirkung auf die
Position eines Anlegers haben.
Position - Das Nettogesamtengagement in einer bestimmten
Währung.
Risiko - Exponierung in Bezug auf unsichere Veränderungen,
wird häufig mit der negativen Konnotation nachteiliger
Veränderung benutzt.
Risikomanagement - Die Anwendung der Finanzanalyse und
geschäftlichen Techniken, um die Gefährdung durch
verschiedene Risikotypen zu reduzieren bzw. zu
kontrollieren.
Rollover - Prozess, bei dem die Abrechnung eines Geschäfts
auf einen anderen Valutatag verschoben wird. Die Kosten
dieses Prozesses basieren auf der Zinssatzdifferenz der
beiden Währungen.
Short-Position - Eine Anlageposition, die von einem Rückgang
des Marktkurses profitiert.
Sicherheit - Etwas, das zur Sicherung eines Darlehens oder
als Erfüllungsgarantie erteilt wird.
Sicherungsgeschäft - Eine Position oder Kombination von
Positionen, die das Risiko Ihrer eigenen Hauptposition
verringern.
Spanne - Die Differenz zwischen Geld- und Briefkursen.
Sterling - Umgangssprachlich für Englisches Pfund
Stop-Loss-Order - Bei diesem Order-Typ wird eine offene
Position automatisch bei einem bestimmten Kurs liquidiert.
Diese Order werden häufig zur Minimierung des Risikos von
Verlusten bei Marktbewegungen entgegen der Position des
Anlegers genutzt. Wenn ein Anleger beispielsweise long an
156,27 USD geht, könnte er einen Stop-Loss-Order bei 155,49
setzen, wodurch die Verluste begrenzt werden, wenn der
Dollar möglicherweise unter 155,49 absackt.
Support-Ebenen - Eine Technik, die bei der technischen
Analyse verwendet wird, die eine bestimmte Kurshöchst- und
-niedrigstgrenze anzeigt, bei der ein gegebener Wechselkurs
sich automatisch selbst korrigiert. Gegenteil von
Widerstandskraft.
Swap - Ein Währungs-Swap ist der gleichzeitige Verkauf und
Kauf des gleichen Betrags einer bestimmten Währung zu einem
Terminwechselkurs.
Swappunkte - Die vierten Nachkommastellen, die dem aktuellen
Wechselkurs hinzugefügt oder von diesem abgezogen werden, um
einen Terminkurs zu berechnen.
Tagesendbewertung - Ein Auftrag zum Kauf oder Verkauf zu
einem festgesetzten Kurs. Dieser Auftrag bleibt offen bis
zum Ende des Börsentags, das üblicherweise 17 Uhr
europäischer Zeit ist.
Tagesgeld, vom nächsten Tag ab laufend (Tom/Next) -
Gleichzeitiges Kaufen und Verkaufen einer Währung für ein
Liefergeschäft am kommenden Tag.
Tagesgeschäft - Bezieht sich auf Positionen, die am selben
Börsentag eröffnet und geschlossen werden.
Tägliche Bewertung von Options- und Terminkontrakten -
Prozess der Neubewertung aller offenen Positionen mit den
aktuellen Marktkursen. Diese neuen Werte bestimmen dann die
Nachschussforderungen.
Technische Analyse - Der Versuch, Preise durch Marktanalysen
vorherzusagen, d.h. historische Kurstrends und
-durchschnitte, Volumen, offene Zinszahlungen usw.
Terminkontrakt - Die Verpflichtung, eine Ware oder ein
Wertpapier zu einem bestimmten Termin zu einem festgelegten
Preis zu tauschen. Der Hauptunterschied zwischen einem
Future und einem Forward ist, dass Futures typischerweise
über einen Tausch gehandelt werden (Exchange- Traded
Contacts - ETC) und Forwards als Over The Counter
(OTC)-Kontrakte angesehen werden. Ein OTC ist ein Kontrakt,
der nicht als Tausch gehandelt wird.
Terminkurs - Der vorbestimmte Wechselkurs für einen
Devisenkontrakt, der zu einem vereinbarten Zeitpunkt in der
Zukunft ausgeführt wird, basierend auf der Zinssatzdifferenz
zwischen den beiden beteiligten Währungen.
Transaktionskosten - Die Kosten für das Kaufen oder
Verkaufen eines Finanzinstruments.
Übernacht - Ein Abschluss, der bis zum nächsten Börsentag
offen bleibt.
Übertragung - Die Tendenz, dass eine Wirtschaftskrise von
einem Markt auf den anderen überschwappt. Im Jahr 1997
sorgte die politische Instabilität in Indonesien für hohe
Schwankungen bei der Landeswährung, der Rupie. Von
Indonesien schwappte die Übertragung auf andere aufstrebende
asiatische Währungen über, dann nach Lateinamerika. Dieser
Vorgang wird heute als Asian Contagion" bezeichnet."
Umsatz - Der gesamt Geldwert aller ausgeführten
Transaktionen in einer bestimmten Zeitspanne Volumen.
US-Diskontsatz - Der Zinssatz, zu dem US-Banken an ihre
führenden Geschäftskunden verleihen.
Vermögensverteilung - Anlageverfahren, das Kapital auf
verschiedene Märkte aufteilt, um eine Streuung aus Gründen
des Risikomanagements bzw. eine mit den Zielen eines
Anlegers vereinbare erwartete Rendite zu erreichen.
Volatilität (Vol) - Eine statistische Maßeinheit der
Bewegung eines Marktkurses im Zeitablauf
Währung - Jede Form von Geld, das von einer Regierung oder
Zentralbank in Umlauf gesetzt wird und als gesetzliches
Zahlungsmittel und als Grundlage für den Handel verwendet
wird.
Währungsrisiko - Die Wahrscheinlichkeit einer negativen
Veränderung des Wechselkurses.
Wertzeitpunkt - Das Datum, zu dem die Beteiligten einer
Finanztransaktion ihre Verpflichtungen vereinbarungsgemäß
erfüllen, d.h. zahlen. Bei Spot-Währungstransaktionen liegt
das Datum in der Regel zwei Geschäftstage im voraus. Auch
Fälligkeitsdatum genannt.
Whipsaw (Fuchsschwanz")" - Umgangssprachlich für einen
Zustand eines äußerst volatilen Markts, wo eine plötzliche
Kursbewegung schnell von einer plötzlichen Umkehrbewegung
gefolgt wird.
Widerstandskraft - Ein Begriff, der bei der technischen
Analyse verwendet wird, der ein bestimmtes Kursniveau
anzeigt, bei dem die Analyse schlussfolgert, dass die Leute
verkaufen werden.
Wirtschaftsindikator - Eine von der Regierung erstellte
Statistik zu aktuellem Wachstum und Stabilität der
Wirtschaft. Zu den gebräuchlichen Indikatoren zählen
Beschäftigungsraten, das Bruttosinlandsprodukt (BIP),
Inflation, Einzelhandelsumsätze usw.
Yard - Umgangssprachlich für eine Milliarde
Zentralbank - Eine Regierung oder regierungsähnliche
Organisation, die die Geldpolitik eines Landes verwaltet.
Die amerikansiche Zentralbank ist beispielsweise die Federal
Reserve, und die deutsche Zentralbank ist die Bundesbank.
zwischenbanklicher Zinssatz - Die Devisenhandelskurse, zu
denen große internationale Banken andere große
internationale Banken notieren.
FX-Glossar
A
Angebot (Offer): Der Preis, zu dem ein Marktmacher bereit
ist zu verkaufen.
Anlage des Fondsvermögen: Anlagepraxis, nach der Kapital auf
verschiedene Märkte verteilt wird, um Streuung aus Gründen
des Risiko-Managements zu erzielen.
Auftrag mit Preisbegrenzung: Ein Auftrag zum Verkauf zu oder
unter einem bestimmten Preis bzw. zum Kauf zu oder über
einem bestimmten Preis.
Aufwertung: Eine Währung wird aufgewertet, wenn ihr Kurs
stärker wird.
B
Baissemarkt: Markt, der durch fallende Preise
charakterisiert ist.
Basiswährung: Die Währung, die den Notierungen zu Grunde
liegt. Zum Beispiel ist der Euro die Basiswährung für
EURUSD-Notierungen, wogegen der US-Dollar bei USDJPY die
Basis bildet.
Briefkurs: Auch als Angebot bekannt, ist dies der Kurs, zu
dem Personen, die keine Marktmacher sind, eine bestimmte
Währung kaufen können.
Briefkurs: Kurs oder Preis zu dem ein Händler bereit ist zu
verkaufen.
Broker: Einzelperson oder Unternehmen, das als Intermediär
auftritt und Anlegeraufträge, Währungen zu kaufen oder
verkaufen, zur Ausführung bringt. Einige Broker erheben auf
diese Dienstleistung Provision.
C
Cable: Slang für den Devisenkassakurs in Sterling/US-Dollar.
D
Defizit: Eine negative Handels- oder Leistungsbilanz
Devisenmarkt/Forex oder FX-Markt: Ein Markt, auf dem
Währungen im Austausch für andere Währungen gekauft und
verkauft werden.
Fundamental-Analyse: Analyse wirtschaftlicher und
politischer Informationen mit dem Ziel, künftige Bewegungen
an einem Finanzmarkt zu ermitteln.
E
Einschuss: Das erforderliche Kapital, das ein Anleger
hinterlegen muss, um eine Position zu sichern.
Europäische Zentralbank (EZB): Die Zentralbank der
Europäischen Währungsunion.
F
Federal Reserve (Fed): Die Zentralbank der Vereinigten
Staaten.
Fehlbetrag: Negative Handels- oder Zahlungsbilanz.
Freiverkehrsmarkt (OTC): Zur Beschreibung von Transaktionen,
die nicht über eine Börse abgewickelt werden.
Fundamentalanalyse: Analyse wirtschaftlicher und politischer
Informationen mit dem Ziel, künftige Bewegungen an einem
Finanzmarkt zu ermitteln.
G
Geld-/Brief-Spanne: Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs
bzw. die am häufigsten verwendete Messgrösse für die
Marktliquidität. Enge Spreads deuten in der Regel auf eine
hohe Liquidität hin.
Geldkurs: Kurs, zu dem Händler derzeit eine bestimmte
Währung verkaufen können.
Gewinnmitnahme: Ein Auftrag zum Schliessen einer Position,
wenn ein bestimmter Preis erreicht wurde, um einen Gewinn zu
sichern.
H
Handelsbilanz: Wert der Exporte eines Landes abzüglich
seiner Importe.
Haussemarkt: Markt, der durch steigende Preise
charakterisiert ist.
Hedge: Eine Position oder Kombination von Positionen, die
das Risiko der Primärposition des Händlers reduziert.
I
Inflation: Ein Zustand der Volkswirtschaft, in dem die
Preise für Gebrauchsgüter steigen, was zu einer Erosion der
Kaufkraft führt.
J
-
K
Kassapreis: Der aktuelle Marktpreis. Die Abrechnung von
Kassageschäften erfolgt üblicherweise innerhalb von zwei
Arbeitstagen.
Kommission: Eine vom Makler erhobene Transaktionsgebühr.
Konjunkturindikator: Von einer Regierung herausgegebene
Statistik, aus der das aktuelle Wirtschaftswachstum und die
derzeitige Konjunkturstabilität hervorgehen. Gängige
Indikatoren umfassen Beschäftigungsrate,
Bruttoinlandsprodukt (BIP), Inflation, Einzelhandelsumsatz
etc.
Kreuzkurs: Kurssatz zwischen zwei Währungen, an denen keine
US-Dollar beteiligt sind, zum Beispiel EURJPY.
L
Limitierter Auftrag: Ein Auftrag, zu oder unter einem
bestimmten Preis zu kaufen bzw. zu oder über einem
bestimmten Preis zu verkaufen.
Liquidität: Die Fähigkeit eines Markts, grosse Transaktionen
mit minimaler oder keinem Einfluss auf die Preisstabilität
zu akzeptieren.
Long-Position: Eine Marktposition, bei welcher der Kunde
eine Währung gekauft hat, die er zuvor nicht hatte.
Üblicherweise als Leitwährung ausgedrückt, z.B. Long Dollar
(Short Schweizer Franken).
M
Makler: Eine Einzelperson oder ein Unternehmen die
Orderaufträge von Anlegern für den Kauf oder Verkauf von
Währungen abwickeln. Einige Makler erheben für diesen
Service eine Kommission.
Margin: Das erforderliche Kapital, das ein Anleger
hinterlegen muss, um eine Position zu sichern.
Market Maker: Ein Händler, der Preise liefert und dazu
bereit ist, zu diesen ausgewiesenen Geld- und Briefkursen zu
kaufen oder verkaufen.
Minusposition: Eine Investitionsposition, die von einem
Rückgang des Marktpreises profitiert.
N
Nachschussforderung: Eine Anfrage von einem Broker oder
Händler nach zusätzlichen Geldmitteln oder anderen
Sicherheiten, um die Wertentwicklung einer Position zu
gewährleisten, die sich entgegen dem Kunden bewegt hat.
Alternativ kann der Kunde wählen, eine oder mehrere
Positionen zu schliessen.
O
Offene Position: Eine Transaktion, die nicht durch physische
Zahlung abgerechnet oder durch eine gleichartige Transaktion
des gleichen Werts in der Gegenrichtung glattgestellt worden
ist.
P
Pips: Der am Devisenmarkt verwendete Begriff kennzeichnet
die kleinste inkrementelle Bewegung, die ein Devisenkurs
erfahren kann. Der Wert eines Pips hängt vom Währungspaar
ab.
Q
-
R
-
S
Spread: Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs
Stop Loss: Auftrag, eine Position zu schliessen, wenn ein
bestimmter Kurs erreicht ist, um den Verlust zu minimieren.
T
Tageshandel: Bezieht sich auf Positionen, die am selben
Handelstag geöffnet und geschlossen wurden.
Technische Analyse: Ein Versuch, künftige Marktaktivitäten
durch Analyse von Marktdaten anhand von Charts,
Preistendenzen und Volumen zu prognostizieren.
Terminkontrakt: Eine Verpflichtung, eine Ware oder
Instrument zu einem festgelegten Preis zu einem künftigen
Zeitpunkt auszutauschen. Der Hauptunterschied zwischen einem
Terminkontrakt und einem Terminabschluss besteht darin, dass
Terminkontrakte üblicherweise an einer Börse
(börsengehandelte Verträge – ETC) gehandelt werden, wogegen
Terminabschlüsse auf dem Freiverkehrsmarkt (OTC) sind. Unter
einem OTC versteht man jeden Vertrag, der NICHT an einer
Börse gehandelt wird.
Terminvertrag: Eine Verpflichtung, eine Ware oder ein
Instrument zu einem festgelegten Preis zu einem künftigen
Zeitpunkt auszutauschen. Der Hauptunterschied zwischen einem
Terminvertrag und einem Terminabschluss besteht darin, dass
Terminverträge üblicherweise mit einem festen
Fälligkeitsdatum an einer Börse gehandelt werden
(börsengehandelte Verträge – ETC). Dagegen sind
Terminabschlüsse Verträge auf dem Freiverkehrsmarkt (OTC),
deren Fälligkeitsdatum flexibel festgesetzt werden kann.
U
Überbestand: Eine Marktposition, bei welcher der Kunde eine
Währung gekauft hat, die er zuvor nicht hatte. Üblicherweise
als Leitwährung ausgedrückt, z.B. Long Dollar (Short
Schweizer Franken)...
Unterstützungsgrenze: Ein Preisniveau, bei dem ein Kauf
erwartet wird.
V
Verlustbegrenzung: Ein Auftrag zum Schliessen einer
Position, wenn ein bestimmter Preis erreicht wurde, um
Verluste zu minimieren.
Volkswirtschaftliche Indikatoren: Von der Regierung
veröffentlichte statistische Daten, die das gegenwärtige
Wirtschaftswachstum und die Stabilität anzeigt.
Gebräuchliche Indikatoren sind unter anderem die
Erwerbsquote, das Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Index der
Verbraucherpreise (Inflation) und die Verkaufsziffern im
Einzelhandel.
W
Währung: Jede Form von Geld, die von einer Regierung oder
Zentralbank ausgegeben und als gesetzliches Zahlungsmittel
verwendet wird.
Währungsrisiko: Wahrscheinlichkeit einer nachteiligen
Änderung der Kurssätze.
Widerstandsgrenze: Ein Preisstand, auf dem erwartet wird,
dass es zu Verkäufen kommt.
X
-
Y
-
Z
Zentralbank: Staatliche oder halbstaatliche Organisation,
die die Geldpolitik eines Landes verwaltet. Ein Beispiel ist
die Federal Reserve, die die US-Zentralbank ist.
List of Investment Bank Account
-
List of USA BANK Account
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
l
S
T
U
W
Swiss Classic Investment Bank Account
-
Swiss
Personal Investment Bank Account
Info -
Swiss Numbered Account
-
Swiss
Corporate Investment Bank Account -
USA
Investment Bank Account: -
Austrian
Investment Bank Account -
Fees
for trading -
Bank Client Confidentiality
-
Frequently Asked Questions
-
Why Switzerland?
-
Order Services
-
Contact us
-
Forex Dictionary
FAQ About Offshore Bank Accounts
What is bank account?
-
What is an offshore bank?
-
What is an offshore bank account?
Who can legally open and hold an offshore account?
-
Where should an offshore account be established?
-
Who can benefit by putting their money offshore?
-
Is it convenient to use offshore banks?
-
What are some of the general advantages of banking
offshore? -
Do I have to pay income tax on income I've earned
offshore?
Is there any restrictions regarding citizenship?
-
How do I open and access an offshore bank account?
-
In which currencies can I open offshore account?
-
What is the minimum deposit required to open an offshore
account? -
What documents are required for the opening of a bank
account? -
How long does it take to open a bank account?
-
Who will control my bank account?
-
Is my bank account guaranteed when I pay your fee?
-
What happens, if a bank declines my account application?
Is offshore banking safe?
-
Am I guaranteed absolute privacy and confidentiality
from an offshore bank?
-
Can I view my offshore accounts and investments online?
-
Can I get cards to access my money with an offshore
account?
What is saving account?
- What is deposit account?
- What is current account?
- What is numbered account?
- What is bank secrecy?
- What is private banking?
The Forex financial dictionary now contains OVER 300 Forex
terms
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